Neue Studie

Die Deutschen wollen die "Homo-Ehe"

published: 13.01.2017

Die Akzeptanz von Homosexualität nimmt in Deutschland zu, wie eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ergab (Foto: Syda Productions/Shutterstock.com) Die Akzeptanz von Homosexualität nimmt in Deutschland zu, wie eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ergab (Foto: Syda Productions/Shutterstock.com)

Wir schreiben das Jahr 2017. Diskriminierungen gegenüber Homo-und Bisexuellen sollten der Vergangenheit angehören. Dennoch hat die große Mehrheit der Bevölkerung das Gefühl, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle in Deutschland nach wie vor ungerecht behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie hat im Rahmen ihres Themenjahres für sexuelle Vielfalt "Gleiches Recht für jede Liebe" am 12. Januar eine repräsentative Umfrage veröffentlicht. Das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum (SUZ) befragte unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein rund 2000 Menschen ab 16 Jahren zu ihrer Einstellung gegenüber Homo- und Bisexuellen.
 

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Dieses Gefühl der immer noch gegenwärtigen Diskriminierung will die überwältigende Mehrheit der Deutschen nicht akzeptieren. Aus der telefonischen Umfrage geht hervor, dass 82,6 Prozent der Befragten einer "Ehe für alle" offen gegenüber stehen. Anders als in Großbritannien, Frankreich oder Spanien ist eine gleichgeschlechtliche Ehe in Deutschland bislang nicht erlaubt. Die positive Einstellung gegenüber der "Homo-Ehe" verdeutliche, "dass die Gesellschaft hier viel weiter ist als die Politik", sagt Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
 

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Um die Akzeptanz gegenüber Homo-und Bisexuellen tiefer im Volk zu verankern, befürworten 89,6 Prozent die Behandlung des Themas in der Schule. Nichtsdestoweniger hat der Zuspruch seine Grenzen. Zwar halten nur 4,6 Prozent der Umfrageteilnehmer Homosexualität für "unmoralisch", 38,4 Prozent ist es allerdings unangenehm, wenn zwei Männer ihre Liebe in der Öffentlichkeit präsentieren, zum Beispiel durch einen Kuss. Sobald gleichgeschlechtliche Liebe im eigenen Umfeld auftritt, schwindet die Toleranz ebenfalls. Würde sich die eigene Tochter als lesbisch outen, empfänden das 39,8 Prozent der Befragten als "eher" bis "sehr unangenehm". Der Prozentsatz der Eltern, denen ein homosexueller Sohn Unbehagen bereiten würde, weicht nur leicht ab (40,8 Prozent).
 

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Das Verständnis für Lesben, Schwule und Bisexuelle ist dennoch gewachsen. Im Vergleich zum Jahr 2006 ist die Zustimmung zu einer Öffnung der Ehe um fast 18 Prozentpunkte gestiegen. Gesetzlich ist der Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung bereits geregelt. Nun sollten noch die Defizite in der rechtlichen Gleichstellung behoben werden. Die Bevölkerung wünscht es sich.
 

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[Jasmin Weist]

Links

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Web
Ergebnisse der Umfrage zur Einstellung gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen
Das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum im Web

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