Neue Technik

Schnelles Internet im Flugzeug

published: 27.05.2018

Mit einer neuen Technik sind schnelle drahtlose Internetverbindungen vom Flugzeug aus möglich (Foto: Pixza Studio/Shutterstock) Mit einer neuen Technik sind schnelle drahtlose Internetverbindungen vom Flugzeug aus möglich (Foto: Pixza Studio/Shutterstock)

Über den Wolken ist die Freiheit nicht so grenzenlos, wie Liedermacher Reinhard May es sich vorstellte. Denn was den Zugriff aufs Internet betrifft, fühlt man sich im Flieger oft eher eingesperrt und abgetrennt vom Rest der Welt. Selbst wenn die Fluggesellschaft W-LAN anbietet, ist es meist so langsam, dass man ebenso gut darauf verzichten könnte. Diese Situation könnte sich in Zukunft ändern: Mit dem Projekt "ELiPSe" wurde laut einer Pressemitteilung der Universität Stuttgart erstmals eine schnelle drahtlose Internetübertragung umgesetzt. Diese könnte in der Luftfahrt angewendet werden. Die Wissenschaftler erreichten eine Übertragungsrate von bis zu 8 Gigabit pro Sekunde. "ELiPSe" steht für "E-Band Link Platform and Test for Satellite Communication".
 

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Doch wie schnell sind 8 Gbit/s? Das größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A380, kann bis zu 853 Personen fassen. Wenn alle Passagiere des Flugzeugs gleichzeitig das Internet nutzen, würde sich eine Verbindung von fast 9,4 Mbit/s pro Person ergeben. Ein Full-HD Stream bei Netflix benötigt zum Beispiel nur etwas 6 Mbit/s. Eine Leistung, mit der andere Verkehrsmittel wie die Bahn nicht mithalten können. Die Deutsche Bahn schafft es laut einer Präsentation auf dem Deutschen Nahverkehrstag nur auf 50 Mbit/s pro Zug. Das wäre bei gleichzeitiger Benutzung der ungefähr 400 bis 800 Sitzplatzpassagiere nicht einmal ausreichend zum Musikhören über Spotify.
 

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Für den Test der Technik flog ein mit dem Sender ausgerüstetes Flugzeug in einem Umkreis von bis zu 12 Kilometern einen Kilometer über dem Empfänger. Dabei konnte die Internetverbindung erfolgreich aufrecht erhalten werden. Schlechte Wetterbedingungen wie Wolken, Regen und Nebel beeinträchtigen zwar die Verbindungsqualität, sorgen jedoch nicht für eine Unterbrechung.
 

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Auch für Fluggesellschaften ist die Übertragungsmethode interessant. Während aktuell die Flugdaten noch per Kabel vom Flieger ausgelesen werden, könnte man mit der Funktechnik bereits beim An- oder Überflug die Informationen drahtlos übermitteln. Dies brächte Zeitersparnisse am Flughafen. Abseits der Flugfahrt sind auch andere Einsatzmöglichkeiten denkbar. Ein Satellitennetz, das mit dieser Technik aufgestattet ist, hätte das Potenzial, einen schnellen Internetanschluss global verfügbar zu machen.
 

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An dem Forschungsprojekt "ELiPSe" arbeiteten die Universität Stuttgart, das Karlsruher Institut für Technologie, die Fraunhofer Institute IAF und FHR und die Radiometer Physics GmbH. Förderungen erhielten sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

[PA]

Links

Die Pressemitteilung der Universität Stuttgart
Die Präsentation der DB auf dem Deutschen Nahverkehrstag

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