Langzeitstudie

Arbeitslose sterben früher

published: 07.04.2011

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Arbeitslosigkeit erhöht das Risiko für einen vorzeitigen Tod. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler um Eran Shor von der kanadischen McGill University. Sie hatten in einer Langzeitstudie den Werdegang von 20 Millionen Menschen aus 15 überwiegend westlichen Nationen verfolgt- über 40 Jahre lang.

Anders als frühere Untersuchungen, die bereits einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und schlechter Gesundheit nahe legten, zeigt die neue Studie, dass der Verlust der Arbeit ein eigenständiger Risikofaktor ist. Mit dem Verlust des Arbeitsplatzes sinken häufig das Selbstwertgefühl und der soziale Status, zudem wird das Geld knapp, was in der Gesamtheit zu großem Stress führt. Arbeitslose neigen zudem zu einem ungesünderen Lebensstil. Oft rauchen und trinken sie mehr und ernähren sich schlechter.

Wie die Studie von Shors Team zudem ergab, steigt die Sterblichkeit der Arbeitslosen unabhängig von der Qualität der Gesundheitsversorgung im Heimatland der Studienteilnehmer. Auch ein stabiles Gesundheitssystem könne also die verheerenden Folgen eines Jobverlusts nicht abfedern, so die Experten.

Ein weiteres Ergebnis: Männer leiden unter dem Jobverlust wesentlich stärker als Frauen. Das Risiko bei Männern, vorzeitig zu sterben, erhöht sich um 73 Prozent, das von Frauen um 37 Prozent. Besonders hoch ist das Risiko für Menschen beiderlei Geschlechts, wenn sie ihren Arbeitsplatz vor dem 50. Lebensjahr verlieren.

[TK]

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