Studie der Universität Hohenheim

Mädchen oft von Cyber-Mobbing betroffen

published: 27.04.2011

Unikosmos-NachrichtenUnikosmos-Nachrichten

Viele Schülerinnen und Schüler haben Erfahrungen damit, im Internet diffamiert und beleidigt zu werden, wie eine Pilotstudie der Universität Hohenheim ergab, die ein Beitrag zum Themenjahr 2011 "Universität Hohenheim – stark durch Kommunikation" ist. Die Forscher hatten 409 Schüler an zwei Schulen im Raum Stuttgart befragt. Mehr als ein Fünftel berichtete über persönliche Erfahrungen mit dem so genannten Cyber-Mobbing. Besonders stark betroffen waren demnach Mädchen sowie jüngere Schüler. Schülerinnen hatten ein sechsfach höheres Risiko, zur Zielscheibe zu werden, als ihre männlichen Schulkameraden.

Das Spektrum der Taten reiche von persönlichen Angriffen auf Soziale Netzwerkseiten und Communities über die Veröffentlichung verletzender Bilder bis hin zum Einstellen peinlicher
Videos ins Netz, so eine Erkenntnis am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, heißt es in der Pressemitteilung der Universität.

Die Ergebnisse widersprechen damit anderen Untersuchungen, die Cyber-Mobbing bislang als soziale Randerscheinung abgetan hatten.
Die Thematik Cyber-Mobbing soll in den nächsten Jahren an der Universität Hohenheim weiter erforscht werden. Geplant seien Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen und Schulen, um auf
Basis der Forschungsergebnisse wirksame Interventionsstrategien zu entwickeln.

[TK]

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung