Universitäts-Gutachten

Bayreuth bescheinigt Guttenberg Vorsatz

published: 06.05.2011

Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg soll bewusst getäuscht haben (Foto: Public Address) Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg soll bewusst getäuscht haben (Foto: Public Address)

Laut der Universität Bayreuth hat der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei seiner Doktorarbeit absichtlich getäuscht. Wie die Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft" mitteilte, handele es sich um "vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten". Der CSU-Politiker habe "die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht".

Guttenberg habe sich immer wieder bewusst die Autorenschaft angemaßt. Über die ganze Arbeit hindurch fand die Kommission der Hochschule Stellen, die als Plagiate zu qualifizieren seien. Besonders deutlich lasse sich dies anhand der verwendeten Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages belegen. Die Kommission konnte zudem nicht erkennen, wieso die Arbeit mit der Höchstnote "summa cum laude" bewertet worden war.

Wegen der Plagiatsvorwürfe trat Guttenberg im März von allen politischen Ämtern zurück. Der 39-Jährige selbst wies die Anschuldigungen bewusster Täuschung stets von sich. Er habe lediglich "Fehler" gemacht. Am 23. Februar hatte die Universität Bayreuth ihm bereits den Doktortitel aberkannt.

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