Schwierige OP

Baby ohne Bluttransfusion operiert

published: 20.05.2011

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Die kleine Sona hat Krebs. Das 16 Monate alte Mädchen leidet unter einem Lebertumor. Eine Operation ist aber mehr als schwierig, weil Sonas Eltern den Zeugen Jehovas angehören und Bluttransfusion von fremden Menschen ablehnen. Trotzdem wurde das Mädchen nun erfolgreich operiert.

Chirurgen des Universitätsklinikums Jena (UKJ) entfernten den bösartigen Tumor, ohne dem Mädchen Fremdblut verabreichen zu müssen. "Das erfordert von uns Chirurgen ein sehr filigranes Arbeiten mit dem Ultraschallskalpell, das mit einem Wasserschall schneidet", erklärt Prof. Felicitas Eckoldt, Direktorin der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena. "Das Ziel dabei ist, die Blutungen minimal zu halten. Das heißt, Gefäße müssen schnell erkannt und verschlossen werden, was bei einem Baby natürlich noch höhere Ansprüche an unser Können stellt als bei einem Erwachsenen", so die Kinderchirurgin, die gemeinsam mit dem Leberexperten Prof. Utz Settmacher im Operationssaal stand. Die Chancen auf eine vollständige Genesung stehen für das Kind aus Tschechien nun gut, so die Mediziner.

Das Team in Jena um Prof. Settmacher ist besonders bei Mitgliedern der Zeugen Jehovas beliebt. Der Experte hat sich auf Operationen mit geringen Blutverlusten spezialisiert.

[TK]

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