Online-Befragung

Universität Kassel untersucht Datenschutz im Internet

published: 22.06.2011

m Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands führt die Universität Kassel eine Online-Befragung durch (Foto: wavebreakmedia/shutterstock.com) m Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands führt die Universität Kassel eine Online-Befragung durch (Foto: wavebreakmedia/shutterstock.com)

Im Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands führt die Universität Kassel noch bis zum 30. Juni eine Online-Befragung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Datenschutz im Internet durch. Mithilfe der Erhebung wollen die Wissenschaftler vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften mehr erfahren über den Umgang der Nutzerinnen und Nutzer mit den eigenen Daten im Internet, ihr Wissen über ihre persönlichen Rechte sowie die technischen und sozialen Kompetenzen der Internetnutzer. Ziel der Befragung ist es, aus den Antworten konkrete Empfehlungen für die weitere zielgruppenorientierte Arbeit der Verbraucherzentralen zu erarbeiten.

Datensammlung

Internet-Anwendungen würden direkt oder unbemerkt vom Nutzer persönliche Daten erheben, so die Universität Kassel in einer Mitteilung. Durch die Verbreitung dieser Anwendungen für den PC und zunehmend auch für onlinefähige Handys sammelten und verarbeiteten die Anbieter dieser Anwendungen immer mehr persönliche Informationen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Dagegen böten viele Anwendungen nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich gegen diese Datensammlung zur Wehr zu setzen. Hinzu komme die Gefahr, von einem Angriff von Hackern betroffen zu sein. Das Risiko von nachhaltigen wirtschaftlichen oder sozialen Schäden durch den Missbrauch oder Verlust der eigenen Daten werde mit dem Verschwinden der Grenze zwischen der realen und virtuellen Welt immer größer.

Rechte der Verbraucher

Verbraucherinnen und Verbraucher hätten Rechte, um sich gegen das unfreiwillige Sammeln und Speichern ihrer Daten zu wehren. Internetnutzer hätten das Recht, Auskunft über ihre gespeicherten persönlichen Daten zu erhalten, sie könnten ihre Daten korrigieren und löschen lassen oder sich an verschiedene Beratungs- und Rechtsinstitutionen wie die Bundes- und Landesdatenschutzbeauftragten oder die Verbraucherzentralen wenden. Die Fähigkeit, diese Rechte zu nutzen, hänge allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Die Forscher der Universität Kassel gehen davon aus, dass neben den technischen Möglichkeiten (z.B. der richtige Umgang mit Passwörtern), die persönlichen Daten zu schützen, die technische Ausstattung und Nutzung des Computers, die sozialen Beziehungen und das politische Engagement der Nutzer sowie der Bildungsstand und der soziale Status eine Rolle spielt. Verschiedene Studien zur "Digitalen Ungleichheit" scheinen diese Thesen zu stützen. Die Online-Studie soll klären, ob und inwieweit diese Faktoren tatsächlich eine Rolle spielen und sich auf das Thema Datenschutz übertragen lassen. Die Ergebnisse werden Ende Juli veröffentlicht.

Links

www.uni-kassel.de

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