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Studie der Universität Würzburg

Gymnasiasten engagieren sich ehrenamtlich

published: 17.07.2011

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Sie organisieren Kindergottesdienste, gehen zur Jugendfeuerwehr oder leiten Pfadfindergruppen: 44,9 Prozent aller 14- bis 15-Jährigen in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich engagiert. Das sind deutlich mehr, als bislang angenommen wurde. Im Durchschnitt war jeder von ihnen 22 Stunden im Monat aktiv – und das in der Regel über einen längeren Zeitraum hinweg: Die Hälfte der Jugendlichen ist länger als ein Jahr dabei. Allerdings ist ehrenamtliches Engagement nicht gleich verteilt: Während sich bei Gymnasiasten jeder Zweite engagiert (50,5 Prozent), ist unter Hauptschülern nur jeder dritte Befragte sozial aktiv. Dieses zwiespältige Bild zeichnen die Ergebnisse der aktuellen Studie zu "Jugend. Engagement. Politische Sozialisation" der Universität Würzburg.

Demokratisches Bewusstsein

"Der Unterschied zwischen Gymnasiasten und Hauptschülern lässt sich in erster Linie mit einer größeren Nähe zum Ehrenamt bei bildungsnahen Familien erklären“, erläutert der Leiter der Studie, Professor Heinz Reinders, den Befund. Problematisch findet Reinders dies Ergebnis vor allem aus zwei Gründen. Zum einen: "Wie können zeigen, dass mit sozialem Engagement das Selbstwertgefühl steigt", so der Bildungsforscher. Und somit seien Hauptschüler auch in diesem Punkt wieder einmal hinten dran.

Zum zweiten: "Wer sich ehrenamtlich engagiert, ist auch zu demokratischem Handeln bereit", so Reinders. Im Vergleich zu Jugendlichen, die keinem Ehrenamt nachgehen, berichten ehrenamtlich Engagierte sehr viel häufiger, dass sie als Erwachsene bei Landtags- oder Bundestagswahlen ihre Stimme abgeben werden. 63,1 Prozent wollen sich an Landtagswahlen beteiligen, ehrenamtlich nicht Aktive hingegen nur zu 51 Prozent. Bei Bundestagswahlen beträgt diese Differenz zwischen Engagierten und Nicht-Engagierten immerhin noch zehn Prozentpunkte (69,4 im Vergleich zu 59,4 Prozent).

Gesellschaft gestalten

Dazu passt, dass Jugendliche, die sich in ihrer Freizeit für soziale Belange betätigen, sich eher als "gesellschaftliche Gestalter" erleben. Drei Viertel von ihnen haben das Gefühl, durch ihre Freizeitbeschäftigung etwas Sinnvolles zu machen, wohingegen nur etwa ein Viertel der Nicht-Engagierten ihrer Freizeit sinnvolle Seiten abgewinnen können. Knapp ein Viertel der Engagierten ist überdies der Ansicht, in der Freizeit die Gesellschaft im Kleinen verändern zu können. Nur sechs Prozent der Nicht-Engagierten teilen diese Ansicht.

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Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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