"Tag der Freundschaft"

Zwischen Politik und sozialen Netzwerken

published: 30.07.2011

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Zum ersten internationalen "Tag der Freundschaft" am heutigen Samstag heben Wissenschaftler die hohe soziale Bedeutung von Freundschaften hervor. Freundschaften und Freundschaftsnetzwerke hätten sich in der Geschichte immer wieder als wichtige soziale Werkzeuge erwiesen, sagte Historiker und Byzantinist Prof. Dr. Michael Grünbart vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster. Er gehört dem internationalen Forschungsprojekt "Medieval Friendship Networks" an, das über verschiedene mittelalterliche Kulturen hinweg vergleicht, wie Freundschaften funktionierten.

Laut einer Mitteilung der Hochschulung sieht Prof. Grünbart viele Parallelen zwischen Geschichte und Gegenwart: Zur Pflege politischer Verbindungen hätten in byzantinischer Zeit (330-1453) genauso wie heute Bankette zu Staatsbesuchen, Gastgeschenke, rote Teppiche und festliche Empfänge gedient. Die Feinheiten im diplomatischen Zeremoniell ähnelten sich ebenfalls stark, wenn man historische und gegenwärtige Abläufe vergleiche.

Überlieferte Briefe weisen nach den Worten des Wissenschaftlers gewisse Parallelen zu sozialen Netzwerken wie Facebook auf: "Dem Verfasser von Briefen ging es mitunter schlicht darum, ein Lebenszeichen zu geben, Neuigkeiten auszutauschen, sich in Erinnerung zu rufen oder einfach sein Schreib- und Lesebedürfnis zu stillen"“ Mit dem "Tag der Freundschaft" am 30. Juli, den die Vereinten Nationen in diesem Jahr erstmals ausgerufen haben, soll an Freundschaften zwischen Personen, Ländern und Kulturen erinnert werden.

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Westfälische Wilhelms-Universität Münster

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