Neue Studie

Gestresste Mutter, gefährdetes Kind

published: 05.08.2011

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Die Entwicklung von Neugeborenen und jungen Erwachsenen kann von einer Reihe früher Umweltfaktoren abhängen, die bereits vor der Geburt auf das Kind einwirken. Psychologen unter Beteiligung des Freiburger Psychologen Dr. Robert Kumsta zeigen in einer neuen Studie, wie sich Stress in der Schwangerschaft auf den Embryo auswirkt. Dies teilte die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau mit.

Stress wirkt sich aus

Aktuelle Studien haben bereits nachgewiesen, dass zum Beispiel Stress in der Schwangerschaft langfristig die Entwicklung des Menschen beeinflussen kann. Dies kann das Risiko für Kinder erhöhen, später von einer der so genannten Zivilisationskrankheiten wie Typ II Diabetes oder Herz- und Gefäßkrankheiten betroffen zu sein. Die neue Studie zeigt einen weiteren Aspekt auf: Die Wissenschaftler legen dar, dass junge Erwachsene, deren Mütter während der Schwangerschaft etwa durch den Tod des Partners erheblichem Stress ausgesetzt waren, bedeutend kürzere Telomere haben als Gleichaltrige.

Vorzeitige Alterung

Telomere sind DNA-Proteinkomplexe, die die Enden der Chromosome bilden und das Altern der Zellen anzeigen. Bei den jungen Erwachsenen, deren Mütter in der Schwangerschaft unter Stress gelitten haben, waren die Zellen um dreieinhalb Jahre früher gealtert als bei einer ungestressten Vergleichsgruppe. Die Details der Studie sind im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) nachzulesen.

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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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