Unikosmos-Nachrichten50 Jahre Mauerbau (Foto: Noppasin/shutterstock.com)Am 13. August 2011 jährt sich der Jahrestag des Berliner Mauerbaus zum 50. Mal (Foto: Edel:Motion)Die verbesserte Lebensqualität der Patienten ist von enormer Bedeutung (Foto: Techniker Krankenkasse)Mit etwa 9,1 Prozent weist die Bundesrepublik im Monat Juni im internationalen Vergleich die drittniedrigste Jugendarbeitslosigkeit aller 27 EU-Staaten auf, (Foto: Public Address)Unikosmos-NachrichtenDie verbesserte Lebensqualität der Patienten ist von enormer Bedeutung (Foto: Techniker Krankenkasse)

Internationale Studie

Immunschwäche als Ursache für Multiple Sklerose?

published: 15.08.2011

Unikosmos-NachrichtenUnikosmos-Nachrichten

Einem internationalen Wissenschaftsverbund ist es gelungen, 29 neue Genvarianten zu identifizieren, die mit der Entstehung von Multipler Sklerose (MS) in Verbindung stehen. Sie gewähren Einblicke in die Biologie einer der häufigsten neurologischen Krankheiten. Da viele der erkannten Gene in direktem Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen, konnten die Experten eine Immunschwäche als wahrscheinliche Ursache von MS ausmachen, wie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mitteilte. An der Studie waren das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und das Schleswig-Holsteinische Exzellenzcluster Entzündungsforschung beteiligt.

Was ist Multiple Sklerose?

MS ist eine der am weitesten verbreiteten Erkrankungen des Nervensystems. Betroffen sind weltweit 2,5 Millionen, zumeist junge Erwachsene. Die Krankheit entsteht durch einen Defekt von Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark und deren Isolierung, der Markscheide. Die verletzten Nervenbahnen können für alltägliche Handlungen wie das Sehen, Gehen, Fühlen, Denken und die Kontrolle von Darm und Blase keine korrekten Informationen mehr weiterleiten.

Weltweit größte MS-Genomstudie

Die nun veröffentlichten Erkenntnisse belegen die Schlüsselrolle der körpereigenen Abwehrkräfte und erklären, wie sich der Angriff auf Gehirn und Rückenmark vollzieht. Die Forschungsarbeit eines internationalen Forscherverbundes, geleitet von den Universitäten von Cambridge und Oxford, wurde im Wissenschaftsjournal "Nature" veröffentlicht. Es ist die weltweit größte MS-Genomstudie. 250 Wissenschaftler untersuchten die DNA von 9.772 MS-Betroffenen und 17.376 nicht betroffenen Kontrollpersonen. Dabei gelang es, 23 bereits bekannte genetische Verbindungen zu bestätigen und 29 neue genetische Varianten zu entschlüsseln, die zur Auslösung der MS beitragen.

[TK]

Links

Zur Studie

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung