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Universität Regensburg

Auftakt für "GENIESSER Oberpfalz"

published: 29.08.2011

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Wie können sich Menschen stark machen für gesundes Essen? Wie können wir gesundes Essen genussvoll gestalten? Diesen Fragen möchte das mit 800.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt "GENIESSER Oberpfalz" an der Universität Regensburg in den nächsten vier Jahren nachgehen. Die Mitarbeiter an der Fakultät für Medizin werden dazu nicht nur im Labor oder am akademischen Schreibtisch arbeiten, sondern in verschiedenen Oberpfälzer Gemeinden in "GENIESSER-Gruppen" zusammen mit Senioren und Jugendlichen den Genuss am gesunden Essen fördern und untersuchen. Die GENIESSER-Gruppen dürfen dabei selbst aktiv ihre Projektziele mitbestimmen und gemeinsam Möglichkeiten entdecken, wie sie ihre Ernährungsgewohnheiten und das Nahrungsangebot in ihrem Lebensraum gesünder gestalten können.

Vorbeugen

Unser Lebensstil und unser Verhalten – also auch was und wie wir essen – sind heutzutage die wichtigsten Ursachen für viele Volkskrankheiten, wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen. Im Vergleich zu Infektionskrankheiten sind solche nichtübertragbaren Krankheiten in Deutschland auf dem Vormarsch und belasten zunehmend die Bevölkerung und das Gesundheitssystem. Die Erforschung und Verbesserung unseres Ernährungsverhaltens ist deshalb unerlässlich für eine wirkungsvolle Vorbeugung dieser häufig chronischen Erkrankungen.

Hindernisse im Alltag

Konkreter Hintergrund für das Gesundheitsförderungsprojekt "GENIESSER Oberpfalz" ist die Erkenntnis aus den Gesundheitswissenschaften, dass gesunde Ernährung oftmals nicht an einer mangelnden Information der Bevölkerung scheitert, sondern schlichtweg daran, dass das Wissen um gesundes Essen nicht mühelos und mit Genuss im Alltag umgesetzt werden kann. Nicht nur unser innerer Schweinehund, sondern auch ein schneller und mobiler Lebensstil, veränderte Familienstrukturen und ein einseitiges Nahrungsangebot in Kantinen, Schulküchen, Supermärkten und Restaurants machen es uns zusätzlich schwer, statt zur Currywurst auch öfter mal zum Gemüseauflauf zu greifen.

"Empowerment"

Deshalb arbeitet das BMBF Projekt mit dem international anerkannten, aber in Deutschland und im Ernährungsbereich noch kaum angewandten "Empowerment“-Ansatz: „Wir möchten wissen, inwieweit Empowerment Prozesse, d. h. also eine Stärkung von Selbstbewusstsein, Handlungskompetenzen, soziale Unterstützung durch die Gruppe und sozialen Aktivitäten in der Gemeinde dazu beitragen, das Ernährungsverhalten der Menschen zu verbessern“, erklärt Dr. Julika Loss, Projektleiterin und Professorin für Medizinische Soziologie am 2008 gegründeten Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin.

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