Repräsentative Studie

Sport fördert studentische Gesundheit

published: 03.09.2011

Regelmäßiger Sport fördert auch bei Studenten die Gesundheit (Foto: shutterstock.com/Odua Images) Regelmäßiger Sport fördert auch bei Studenten die Gesundheit (Foto: shutterstock.com/Odua Images)

Viele Studierende fühlen sich gestresst und unter Zeitdruck. Sie beklagen hohe Leistungsanforderungen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nun in einer breit angelegten Studie untersucht, welchen Stresssituationen und gesundheitlichen Belastungen Studentinnen und Studenten ausgesetzt sind und welche Bedeutung Sport bei der Bewältigung dieser Anforderungen spielt.

Gefühl der Überforderung

Die repräsentative Studie des Instituts für Sportwissenschaften zeigt, dass vor allem Studierende der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sich zunehmend überfordert fühlen und über gesundheitliche Beschwerden klagen. Nicht nur der Prüfungsdruck wird nach Angaben der Befragten größer, auch der Zeitdruck nimmt zu. Besonders Frauen berichten zudem über Beschwerden wie Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen. Der empfundene Zeitdruck spiegelt sich auch in der Art der sportlichen Aktivitäten wider.

Anderes Sportverhalten als früher

Zwar treiben die Bachelor- und Masterstudierenden nicht weniger Sport als ihre Kommilitonen früher in den Magister- oder Diplomstudiengängen, das zeigt der Vergleich mit älteren Studien. Sie bevorzugen jedoch unverbindliche und flexible Sportangebote. "Das klassische Volleyballspiel zu einer festgelegten Trainingszeit und mit einer festen Gruppe ist bei vielen Studierenden nur noch schwer mit dem Studium vereinbar", so der Leiter des Forschungsprojekts, Dr. Arne Göring, vom Hochschulsport der Universität Göttingen. "Besonders stark nachgefragt werden alle Formen des Fitnesstrainings, vom Joggen bis zum Fitnessstudio."

Mehr Sport ist besser

Insgesamt kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Sport eine wesentliche gesundheitliche Ressource für Studierende darstellt. Dabei sind die gesundheitlichen Effekte jedoch stark abhängig von Umfang und Intensität der Bewegung. Studierende, die bei mittlerer bis hoher Intensität mehr als eine Stunde pro Woche Sport treiben, fühlen sich deutlich gesünder und haben weniger Beschwerden als ihre Kommilitonen, die sich kaum bewegen. Zudem konnte die Studie einen Zusammenhang zum allgemeinen Gesundheitsverhalten feststellen: Diejenigen Studierenden, die Sport treiben, rauchen seltener und ernähren sich gesünder. Abgesehen von sportlichen Aktivitäten bietet das Studentenleben wenig Bewegung, wie die Studie ergab. Lediglich das Fahrrad wird häufig verwendet, darüber hinaus ist der Alltag an der Hochschule geprägt von körperlicher Inaktivität.

Links

www.sport.uni-goettingen.de

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