Studie der Leibniz Universität Hannover

Austernpilze senken den Cholesterinspiegel

published: 04.09.2011

Regelmäßiger Verzehr von Austernpilzen kann den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen (Foto: Judasohren und Austernpilze von blumenbiene lizensiert durch https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/) Regelmäßiger Verzehr von Austernpilzen kann den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen (Foto: Judasohren und Austernpilze von blumenbiene lizensiert durch https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

Wer zu erhöhten Cholesterinwerten neigt, sollte öfter Austernpilze auf seinem Speisezettel haben. Eine Studie des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität Hannover hat ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen den Blutfettspiegel positiv beeinflussen kann. Die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Hahn und Dr. Inga Schneider untersuchte erstmals die Wirkung von Inhaltsstoffen der Austernpilze auf das Lipidprofil beim Menschen untersucht.

Versuche mt Studierenden

Drei Wochen lang stellten 20 Studierende mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel ihre Ernährung in den Dienst der Wissenschaft. Eine Gruppe löffelte täglich 600 ml Suppe aus getrockneten Austernpilzen, die Kontrollgruppe aß die gleiche Menge Tomatensuppe. Bei den Männern und Frauen, die Pilzsuppe aßen, ergab sich eine signifikante Senkung der Triglyceride im Blut im Vergleich zur Kontrollgruppe. Hohe Triglycerid-Werte gelten als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder können zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen.

Wirkung auf die Blutfette

Außerdem wurde während der drei Wochen bei der Gruppe, die Pilzsuppe zu sich nahm, eine wesentliche Senkung von oxidiertem LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) sowie der Gesamtcholesterin-Konzentration im Blut gemessen. Auch ein leichter Abfall der LDL-Cholesterin-Spiegel wurde nachgewiesen. LDL wird im Gegensatz zum HDL (High-Density-Lipoprotein) als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet. LDL wird maßgeblich für die Entwicklung einer Gefäßverkalkung verantwortlich gemacht.

"In Austernpilzen ist eine Substanz enthalten, die die Cholesterinsynthese hemmen kann. Außerdem enthalten sie relativ viele Ballaststoffe, die durch die Bindung von Gallensäuren im Darm, die zu 80 Prozent aus Cholesterin bestehen, zur Ausscheidung von Cholesterin beitragen", erklärt Dr. Inga Schneider. "Damit kann der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen beitragen."

Die Untersuchung wurde als Teilprojekt des Forschungsverbundes Agrar- und Ernährungswissenschaften durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

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