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Bildung

Lernen Migrantenkinder doch nicht schlechter?

published: 19.09.2011

Fällt Kindern mit Migrationshintergrund das Lernen wirklich schwerer? (Foto: Public Address)Fällt Kindern mit Migrationshintergrund das Lernen wirklich schwerer? (Foto: Public Address)

Schüler mit Migrationshintergrund erreichen schlechtere Schulabschlüsse als ihre deutschen Mitschüler. Das zeigen viele Studien. Doch stimmt das immer? Cornelia Gresch vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Cornelia Kristen von der Universität Bamberg haben genau hingeschaut. Entscheidend ist, wie Migrationshintergrund definiert wird und ob berücksichtigt wird, dass Migranten häufig niedrigen sozialen Schichten angehören. Wird in die Analysen zudem die Generationszugehörigkeit eingebracht, schneiden türkische Schüler bei gleichem sozialen Hintergrund teilweise sogar besser ab als deutsche.

Eine maßgebliche Rolle in der Bewertung der Bildungsbeteiligung von Einwandererkindern spielt die sogenannte Operationalisierung des Migrationshintergrunds. Cornelia Gresch und Cornelia Kristen weisen nach, dass es unterschiedliche Ergebnisse gibt, je nachdem ob die Staatsbürgerschaft, die sozioökonomischen Verhältnisse oder die Generationszugehörigkeit mitberücksichtigt werden.

Soziale Schicht ist entscheidend

Es bestehen beispielsweise keine Unterschiede in den erlangten Schulabschlüssen bei Jugendlichen aus türkischen und einheimischen Elternhäusern aus ähnlichen sozioökonomischen Verhältnissen. Jugendliche aus niedrigen sozialen Schichten haben schlechte Chancen – das gilt für Kinder aus Migrantenfamilien wie für Kinder aus deutschen Familien.

Wird aber zusätzlich die Generationenfolge berücksichtigt, zeigen sich zwei gegenläufige Muster: Türkischstämmige Jugendliche der ersten Generation erreichen seltener einen hohen Bildungsabschluss als Jugendliche ohne Migrationshintergrund, während die zweite Generation im Durchschnitt sogar besser abschneidet.

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Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

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