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Arzneimittelversorgung

Erfolg durch Therapietreue

published: 24.10.2011

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Medikamente gehören zu den effektivsten therapeutischen Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Doch wie bei keiner anderen Behandlung hängt der Erfolg wesentlich von der Therapietreue der Patienten ab – der sogenannten Adhärenz. Eine Analyse der Techniker Krankenkasse (TK) und des Wissenschaftlichen Instituts der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) gemeinsam mit dem Institut für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik der Hochschule Wismar (IPAM) kommt zu dem Ergebnis, dass die bei den Krankenkassen vorliegenden Routinedaten wie beispielsweise zu Arzneimittelverordnungen, Klinikaufenthalten oder Hilfsmitteln Hinweise dazu liefern können, ob Patienten ihre Arzneimittel wie vorgesehen einnehmen. Die TK möchte als erste gesetzliche Kasse diese Informationen nutzen, um gemeinsam mit Ärzten und Versicherten ihr Arzneimittel-Versorgungsmanagement zu optimieren.

Individuelle Arzneimitteltherapie verbessern

„Unser Ziel als Kasse ist es, gemeinsam mit den Ärzten die Patienten dabei zu unterstützen, ihre Medikamente so einzunehmen, wie es medizinisch erforderlich ist", erklärt Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes. "Wenn es mithilfe einer systematischen Betrachtung der Routinedaten gelingt, die individuelle Arzneimitteltherapie zu verbessern, profitieren davon letztendlich alle Beteiligten. Das gilt natürlich in erster Linie für die Patienten selbst. Die Analyse hat aber auch gezeigt, dass Patienten mit einer guten Therapietreue weniger zusätzliche Kosten verursachen, weil sie zum Beispiel seltener ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen."

Insbesondere für chronisch kranke Menschen, die eventuell ihr Leben lang auf Medikamente angewiesen sind, ist es wichtig, dass sie ihre Arzneimittel entsprechend den medizinischen Vorgaben einnehmen. Deshalb haben die Projektmitarbeiter zunächst die pseudonymisierten Daten von Patienten mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 in den Fokus genommen, die in den Jahren 2006 bis 2008 bei der TK versichert waren. Bei gut 7.000 von rund 200.000 Typ-2-Diabetikern konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass sie auf Grundlage der Verordnungsdaten nur für jeden zweiten Tag ihr Medikament zur Verfügung hatten, obwohl die tägliche Einnahme gemäß der Standarddosierung vorgesehen gewesen wäre.

Modellprojekt

Welche Möglichkeiten die Datenanalysen für das Arzneimittel-Versorgungsmanagement im Praxisalltag bieten, soll zunächst in einem Modellprojekt herausgefunden werden. Die Ärzte des Gesundheitsnetzes QuE eG Nürnberg bekommen künftig den TK-Arzneimittelreport (AMR) erweitert um Informationen zur Therapietreue der Patienten zur Verfügung gestellt. Dr. Veit Wambach, Arzt und Vorsitzender des Vorstandes der QuE eG sagt: "Wenn die behandelnden Ärzte mehr darüber erfahren, wie die Patienten mit den verordneten Medikamenten umgehen, können sie gemeinsam mit dem Patienten gezielter die weiteren Schritte der Therapie planen. Analysen von Routinedaten der Krankenkassen können somit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern."

Der AMR beinhaltet eine Übersicht, die dem Arzt zeigt, welche Medikamente er den TK-Versicherten im vergangenen Quartal verordnet hat. Das Servicepaket umfasst außerdem die so genannten Arzneimittelnews mit den neuesten Informationen aus der pharmaunabhängigen Fachpresse sowie ein persönlichen Zugang zur Internetseite www.arzneimittelnews.de.

[TK]

Links

www.tk.de
www.arzneimittelnews.de

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