Forschung

Immuntherapie gegen Lymphdrüsenkrebs

published: 25.10.2011

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Trotz deutlicher Verbesserungen der Therapie des Multiplen Myeloms, einer bestimmten Art von Lymphdrüsenkrebs, erleiden über 90 Prozent der Betroffenen nach einem anfänglichen Therapieerfolg einen Rückfall. Verantwortlich dafür sind in den meisten Fällen "Schläferzellen", sogenannte Myelom-Stammzellen, im Knochenmark. Diese lassen sich durch eine Chemotherapie nicht auslöschen. Immuntherapeutische Ansätze könnten zumindest einigen Patienten Heilungschancen eröffnen.

Voraussetzung zur Entwicklung einer Immuntherapie ist die Identifizierung von Strukturen an der Oberfläche von Tumorzellen, über die das Immunsystem die bösartigen Zellen erkennen kann. Die Arbeitsgruppe um Dr. Djordje Atanackovic am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hat ein Molekül auf der Oberfläche von Tumorzellen identifiziert, das sich als Zielstruktur zur Entwicklung einer solchen Immuntherapie eignen könnte. Eine Immuntherapie hätte das Potential, auch die im Knochenmark des Patienten lauernden "Schläferzellen" auszulöschen. Das Forscherteam will nun überprüfen, inwieweit sich das CD229 genannte Molekül als Zielstruktur für immuntherapeutische Ansätze beim Multiplen Myelom tatsächlich eignet. Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit rund 150.000 Euro.

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