Gesundheit

Frauen leiden häufiger unter Essstörungen

published: 11.02.2012

Frauen leiden eher an Essstörungen als Männer (Foto: Photographee.eu/shutterstock.com) Frauen leiden eher an Essstörungen als Männer (Foto: Photographee.eu/shutterstock.com)

Eine repräsentative Studie zeigt, dass fünfmal mehr Frauen (5,9 Prozent) als Männer (1,5 Prozent) in Deutschland unter Störungen im Essverhalten leiden. Dazu zählen zum Beispiel die Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Störung), die Binge-Eating- oder Essanfallsstörung und die Anorexia Nervosa (Magersucht). Die Studie belegt außerdem, dass bei fettleibigen Frauen elfmal häufiger und bei adipösen Männern sogar 20-mal häufiger eine Störung im Essverhalten vorliegt als bei normalgewichtigen Frauen und Männern.

Zusammenhang mit Fettleibigkeit

Studienleiterin Professor Anja Hilbert, die am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig Essstörungen erforscht, sagt: "Daraus lässt sich schließen, dass sich weit stärker als angenommen, Übergewicht und Adipositas im Zusammenhang mit Störungen im Essverhalten entwickeln und z.B. mit wiederkehrenden Essanfällen, nächtlichem Essen, chronischem Überessen oder einem sehr negativen Körperbild einhergehen."

Da solche Störungen im Essverhalten mit einem erhöhten seelischen Leidensdruck gekoppelt sind, werde hier auch deutlich, dass Adipositas nicht nur ein Problem von Überernährung und Bewegungsmangel ist. Es müsse immer auch geklärt werden, ob der Patient an einer klinischen Essstörung leidet und eine ergänzende psychotherapeutische Behandlung neben der Ernährungs- und Bewegungstherapie notwendig ist.

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www.zv.uni-leipzig.de

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