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Sprache

Studenten helfen autistischen Kindern

published: 20.02.2012

An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben Studierende ein Konzept für ein computergestütztes Lernspiel entwickelt, das den Spracherwerb von autistischen Kindern über Körperbewegungen unterstützen könnte „Fh-frankfurt-am-main-blaue-stundel“ von Fotoinfo - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons. An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben Studierende ein Konzept für ein computergestütztes Lernspiel entwickelt, das den Spracherwerb von autistischen Kindern über Körperbewegungen unterstützen könnte „Fh-frankfurt-am-main-blaue-stundel“ von Fotoinfo - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.

An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben Studierende ein Konzept für ein computergestütztes Lernspiel entwickelt, das den Spracherwerb von autistischen Kindern über Körperbewegungen unterstützen könnte. Das Projekt "LYSA" (Learning sYStem for Autistic children) wurde interdisziplinär von Studierenden der Pflege und Informatik im Master-Studiengang Barrierefreie Systeme (BaSys) durchgeführt.

Die Idee des Lernspiels

Frühkindlicher Autismus ist weitgehend genetisch bedingt. Er beeinflusst unter anderem die Wahrnehmung und die Kommunikation. Der Spracherwerb läuft meist langsamer ab. "Wie kann man diese Kinder unterstützen?" fragten sich die Studierenden der BaSys-Projektgruppe und konzipierten die Idee für das Lernspiel. Sie entwickelten eine Software-Demonstration, die zeigt, wie die Kinder gefördert werden könnten. Hierfür verwendeten sie den Kinect-Sensor von Microsoft. Mit diesem können die Kinder allein über ihre Bewegungen direkt mit dem Spiel interagieren. Der übliche Controller wird durch den eigenen Körper ersetzt. Alle Bewegungen lassen sich visuell auf einem Bildschirm abbilden.

"Sprache setzt sich aus einem Objekt und einer dazugehörigen Bezeichnung zusammen. Die Kinder werden beispielsweise aufgefordert, für eine Mahlzeit eine Kartoffel in den Kochtopf zu werfen. Über ihre Handbewegungen greifen sie die virtuellen Objekte und legen sie in einen virtuellen Kochtopf", erklärt David Heun, Sprecher der studentischen Projektgruppe, die Idee des Spiels. "Das fertige Programm würde später auf einem sogenannten intelligenten Tutor basieren. Er würde den aktuellen Zustand und den Bildungsgrad des Kindes erkennen und gezielt auf dessen Bedürfnisse eingehen", erläutert Heun mit Blick in die Zukunft. "Derzeit konnten wir den Tutor leider noch nicht realisieren, dies könnte aber in einer nächsten Projektphase geschehen. Dabei würden uns dann Professoren der FH Frankfurt und der Goethe-Universität unterstützen."

Intelligente Systeme zur Kommunikation

Das Projekt LYSA ist Teil einer langfristigen Kooperation zwischen dem FH-Studiengang BaSys und dem Lehrstuhl für Texttechnologie der Goethe-Universität Frankfurt. Ziel ist es, lernende intelligente Systeme für die Kommunikation mit Menschen zu entwickeln. "Den Absolventinnen und Absolventen von BaSys bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit, ihrem Master eine Promotion folgen zu lassen", erläutert Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch, Leiter des Schwerpunktes "Intelligente Systeme" im Studiengang BaSys. "Im Januar 2012 konnte der erste Absolvent von BaSys seine Promotionsstelle an der Goethe-Universität antreten."

Links

www.fh-frankfurt.de

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