Arbeitsplatz

Seltener bezahlte Überstunden

published: 24.02.2012

Ein Arbeitszeitkonto macht Arbeit flexibler (Foto: g-stockstudio/shutterstock.com) Ein Arbeitszeitkonto macht Arbeit flexibler (Foto: g-stockstudio/shutterstock.com)

Rund 50 Prozent der Beschäftigten verfügen über ein Arbeitszeitkonto, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Vor 20 Jahren galt das erst für 25 Prozent in Westdeutschland und für vier Prozent in Ostdeutschland. Heute ist der Ost-West-Unterschied verschwunden.

Flexibler Arbeitstag

Von Arbeitszeitkonten würden sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe profitieren, erklärt die IAB-Arbeitsmarktforscherin Ines Zapf. Die Beschäftigten würden durch Arbeitszeitkonten an Flexibilität gewinnen und können so beispielsweise leichter Familie und Beruf vereinbaren. Für die Betriebe sei es vorteilhaft, dass sich die Arbeitszeiten auch am Arbeitsanfall orientieren. Mit der Einführung von Arbeitszeitkonten werden bezahlte Überstunden zum Teil durch sogenannte transitorische Überstunden ersetzt, die nicht extra vergütet, sondern durch Freizeit ausgeglichen werden.

Die Tendenz der bezahlten Überstunden sinkt

Die Zahl der bezahlten Überstunden ist in den letzten Jahrzehnten daher deutlich zurückgegangen. Während im Jahr 1991 noch durchschnittlich 1,2 bezahlte Überstunden pro Arbeitnehmer und Woche verzeichnet wurden, sank der Wert mittlerweile auf weniger als eine Stunde pro Woche. Aufgrund der Wirtschaftskrise lag der Wert im Jahr 2009 sogar bei nur 0,7 Stunden pro Woche.


[TK]

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www.iab.de

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