Verbraucher-Warnung

Abofallen durch Apps

published: 07.05.2012

Ein Touch zu viel: Schwarze Schafe unter den App-Anbietern  (Foto: Anna Demjanenko/shutterstock.com) Ein Touch zu viel: Schwarze Schafe unter den App-Anbietern (Foto: Anna Demjanenko/shutterstock.com)

Ein Touch zu viel birgt Tücken: Smartphone-Apps können den Schutz persönlicher Daten gefährden und zu Abofallen führen. Davor hat nun die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen gewarnt. "Zahlreiche Anbieter von Apps für Smartphones und Tablets sammeln mehr Daten über ihre Nutzer als nötig und verarbeiten die Informationen ohne deren Kenntnis und Ein­verständnis zum Beispiel für Werbezwecke", so die Internet-Experten.

Jagd auf Daten

Smartphone-Nutzer sollten ihre Daten deshalb als sensibles Gut betrachten, das vor fremdem Zugriff so gut wie möglich geschützt werden muss. Denn unter den zahlreichen App-Anbietern befinden sich laut der Verbraucherzentrale auch schwarze Schafe. So lauern hinter der Werbung, die bei vielen kostenlosen Apps dabei ist, Abofallen, die mit Antippen des Werbebanners sofort zuschnappen. Wer sich trotzdem in einem Abo-Netz ver­fangen hat, könne die ärgerlichen Posten auf der Telefonrechnung beanstanden, so die Fachleute.

Außerdem würden einige Apps mehr Daten über die Nutzer speichern als notwendig. Im Hintergrund können die Applikationen Spuren hinterlassen und so ein exaktes Nutzungs- und Bewegungsprofil erstellen. Teilweise spionieren Apps auch die Kontaktliste der Nutzer aus. Das Datenmaterial aus diesem unbemerkten Treiben werde mitunter ungefragt an weitere Unternehmen verkauft und übermittelt. Äußerste Datensparsamkeit ist für Smartphone-Nutzer deshalb oberstes Gebot. Der GPS-Empfang eines Smartphones sollte deshalb nur bei Bedarf eingeschaltet werden.

[PA]

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