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Fortpflanzungs-Studie

Warum wir Sex haben

published: 10.05.2012

Junges Paar: Anstrengender Akt für das bisschen Glück (Foto: Public Address) Junges Paar: Anstrengender Akt für das bisschen Glück (Foto: Public Address)

Warum hat die Natur den Sex erfunden? Sex bringt jede Menge Nachteile mit sich. Der Liebesakt ist eigentlich viel zu anstrengend und birgt jede Menge Fallstricke für zwischenmenschliche Missverständnisse. Und am Ende ist er schlicht eine klebrige Sauerei für das bisschen Glück.

Viel einfacher wäre es doch, wenn wir uns zur Fortpflanzung einfach teilen würden. Das ist zwar nicht so prickelnd, aber in der Natur bei der ungeschlechtlichen Reproduktion durchaus verbreitet.

Auch die Wissenschaft stellt sich solche Fragen. Warum sich Sex trotzdem durchgesetzt hat, glauben nun Evolutionsbiologen beantworten zu können. Forscher der Universität Köln und Toronto haben in Tests mit Rädertierchen erforscht, welchen Vorteil die geschlechtliche Fortpflanzung mit sich bringt. Auf diese Weise wird Nachwuchs erzeugt, der sich an neue Umweltbedingungen besonders gut anpassen kann. Diese Eigenschaft war bei den Tierchen besonders dann gefragt, wenn das Futter knapp wurde.

Sex im Rädertierchen-Reich

Denn der Clou an den Rädertierchen: Die höchstens drei Millimeter großen Viecher können zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung wechseln. Dies tun sie offenbar häufiger, wenn sich ihre Umweltbedingungen verschlechtern. Bekamen sie weniger zu fressen, ging es im Rädertierchen-Reich zur Sache, schrieben die Forscher in der renommierten Fachzeitschrift "Nature".

So produzierten sie neue Genotypen, die besonders gut an die härteren Bedingungen angepasst waren. Gab es dagegen ausreichend Futter, nahm auch die Sexrate wieder ab. Dann wurden die Gene der Mutter eins zu eins übertrage.

Damit ist eine der ältesten Hypothesen der Evolutionsbiologie bestätigt: Sex lohnt sich.

[Jörg Römer]

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