Forschungsprojekt

Nach der Jugendhilfe an die Uni?

published: 16.09.2012

Das Forschungsprojekt "Higher Education without Family Support" unterstützt junge Menschen, die Erfahrungen mit der Jugendhilfe haben (Foto: Public Address) Das Forschungsprojekt "Higher Education without Family Support" unterstützt junge Menschen, die Erfahrungen mit der Jugendhilfe haben (Foto: Public Address)

Bist du Student und hast einen Teil deiner Kindheit oder Jugend in einer Pflegefamile, einem Heim oder einer Wohngruppe verbracht? Für den Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks sucht das Projekt "Higher Education without Family Support" Studierende mit Jugendhilfeerfahrung im stationären Bereich.

Unterstützungsnetzwerk

Am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim untersuchen Wissenschaftler im Rahmen des Projektes erstmals systematisch, welchen Herausforderungen sich junge Erwachsene mit Jugendhilfeerfahrungen stellen müssen. Basierend auf den Erkenntnissen der Untersuchung der Lebensumstände von ehemaligen Bewohnern von Pflegefamilien, Wohngruppen oder Erziehungsstellen, soll bis 2014 das Unterstützungsnetzwerk für deren studentische Laufbahn eingerichtet werden.

In diesem Netzwerk für junge Menschen sollen sich die Studierenden gegenseitig unterstützen, Informationen aufbereiten und gemeinsam Forderungen artikulieren. Das Netzwerk entsteht in Kooperation mit der Universität Hildesheim, der israelischen Hebrew University Jerusalem und der Bar Ilan University.

Probleme beim Hochschul-Zugang

Besonders, was Zugang zu den Hochschulen sowie erfolgreiche Abschlüsse betrifft, besteht Unterstützungsbedarf. Bislang beachten Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendämter und Hochschulen die herausfordernde Vorgeschichte dieser Studienanwärtern so gut wie gar nicht. In Großbritannien schafft es zum Beispiel nur einer von 100 Jugendlichen aus der stationären Jugendhilfe an eine Universität. In Deutschland wurde diese Problematik bis jetzt kaum untersucht oder beachtet.

Studierende mit Jugendhilfeerfahrung gesucht

Bist du interessiert daran, an der Entstehung des Netzwerks mitzuhelfen? Dann melde dich bitte bei Benjamin Strahl und Katharina Mangold. Den Kontakt findest du auf der Webseite zum Projekt "Higher Education without Family Support".

[PA]

Links

"Higher Education without Family Support"

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