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Studie der Universität Leipzig

Kaum depressive Piraten-Wähler

published: 12.09.2012

Die Wähler der Piratenpartei sind besonders jung und gesund (Foto: Public Address) Die Wähler der Piratenpartei sind besonders jung und gesund (Foto: Public Address)

Nichtwähler und Wähler rechter Parteien zeigen eine ausgeprägt depressive Grundstimmung. Über am wenigsten depressive Stimmung berichten die Piraten-Wähler. So lautet ein Ergebnis einer repräsentativen Studie der Universität Leipzig. Die Wissenschaftler hatten untersucht, in welcher Beziehung die Parteivorlieben der Wähler zu ihrem sozialen Hintergrund stehen. Im Zeitraum von Mitte Juni bis Mitte Juli 2012 befragten sie bundesweit rund 2.400 Wahlberechtigte im Alter zwischen 18 und 91 Jahren zu sozial- und medizinpsychologischen Themen.

Arme Linke

Was das Haushaltseinkommen betrifft, so haben die FDP und die Grünen die reichsten Wähler. Deutlich weniger Einkommen haben die Wähler von SPD und Linken. Die Einkommensunterschicht mit einem Einkommen unter 1.000 Euro monatlich ist verstärkt unter den Nichtwählern oder den Wählern der Piraten anzutreffen, aber auch unter den Wähler extrem rechter Parteien. Bei letzteren findet sich eine sehr atypische Einkommensverteilung, nämlich sehr arme und sehr gut situierte Anhänger.

Kluge Grüne

Wähler mit einem formal hohen Bildungsabschluss trifft man nach wie vor besonders unter den Wählern der FDP und der Grünen an, neuerdings auch unter den Piraten-Wählern. Auch in der Gruppe der Unentschlossenen treten sie deutlich hervor. Wähler der Piraten-Partei haben mit durchschnittlich 34 Jahren die Grünen-Wähler an der Spitze der jüngsten Wähler abgelöst. CDU Wähler sind mit 58 Jahren weiterhin die Ältesten.

Piratenpartei ist keine Männerdomäne

Der Eindruck, dass Piratenanhänger meistens Männer sind, täuscht. Unter den Wählern halten sich die Geschlechter annähernd die Waage, ebenso bei CDU und SPD. Männer sind deutlich stärker bei den Rechten, FDP und Linken vertreten, wohingegen Frauen eher für die Grünen stimmen, auch bei den Unentschlossenen und Nichtwählern sind sie überproportional vertreten. Wer in Familie, Nachbarschaft oder Beruf Kontakt zu anderen Nationalitäten hat, wählt weniger extrem Rechts oder Links, sondern vermehrt die Grünen und vor allem die Piraten.

[idw]

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Universität Leipzig

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