Sozialpsychologie

So sorgt Geld für Beziehungsstress

published: 15.10.2012

Monetäre Konflikte zwischen Mann und Frau haben geschlechtspezifische Gründe, sagt der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl (Foto: Public Address) Monetäre Konflikte zwischen Mann und Frau haben geschlechtspezifische Gründe, sagt der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl (Foto: Public Address)

Wenn sich ein Paar über Geld streitet, hat dies tief verwurzelte Gründe. Dabei haben Mann und Frau unterschiedliche Ansichten: Während er Finanzen oft mit Macht und Ansehen verbindet, sieht sie das Geld als Beweis für Sicherheit und Selbstbestimmung. Das sagt zumindest der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazin "Forschung Frankfurt".

Das Paar setze sich zudem unbewusst mit den monetären Konflikten in ihren Herkunftsfamilien auseinander. "Der Geldstil, den sie in ihrer Beziehung zu realisieren suchen, wird in ihrer lebensgeschichtlichen Vergangenheit vorbereitet. In dieser Zeit kommt es zu Identifikationen und Gegenidentifikationen mit den Geldbotschaften, die ihnen ihre Eltern und andere signifikante Bezugspersonen vermittelt haben", so Haubl. Diese Geldstile seien relativ stabil und ließen sich auch dann nicht so leicht verändern, wenn sie zu häufigen Auseinandersetzungen in der Paarbeziehung führen.

Aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten neigten Paare nicht selten dazu, das Thema früher oder später zu tabuisieren, meint der Experte. Doch Schweigen sei keine Lösung. Vielmehr könne es sinnvoll sein, sich unter professioneller Anleitung mit dem eigenen Lebensstil zu befassen, so der Sozialpsychologe.

[PA]

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