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Neue Studie

Gewolltes Vergessen

published: 16.11.2012

Vergessen leicht gemacht: Mit etwas Übung können wir unser Gehirn dazu trainieren, neue Informationen besser aufzunehmen (Foto: SpeedKingz/shutterstock.com) Vergessen leicht gemacht: Mit etwas Übung können wir unser Gehirn dazu trainieren, neue Informationen besser aufzunehmen (Foto: SpeedKingz/shutterstock.com)

Jeder von uns kennt das Gefühl, etwas vergessen zu haben. Bisher galt das als ein Zeichen von Gedächtnisschwäche oder Unkonzentriertheit. Jetzt haben Forscher des Fachbereichs für Psychologie der Uni Konstanz in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg herausgefunden, dass unser Gehirn manche Dinge absichtlich durch andere ersetzt.

Dr. Simon Hanslmayr, der an der Studie mitwirkte, vertritt sogar die Meinung, dass absichtliches Vergessen von Vorteil sein kann. Das Vergessen könne manchmal ein sehr hilfreicher Prozess sein, etwa bei unwichtigen Informationen wie einer veralteten Telefonnummer. Doch auch aus psychologischer Sicht komme der Studie Aufmerksamkeit zu, bedeute sie nämlich, dass das Vergessen belastender Erinnerungen erfolgreicher möglich sein könne als bisher angenommen. Das Gehirn werde leistungsfähiger, da es durch das "Löschen" alter Daten neue Kapazitäten schaffe, so Hanslmayr.

Für die Studie sollten Versuchspersonen probieren, zuvor gemerkte Informationen durch neue zu ersetzen. Während des Prozesses haben Hanslmayr und sein Regensburger Kollege Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml per EEG und MRT die Gehirnprozesse gemessen.

[PA]

Links

Webseite des Fachbereichs für Psychologie der Uni Konstanz
Webseite der Universität Regensburg

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