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Untersuchung

Ist Heavy-Metal-Singen schädlich?

published: 13.12.2012

Während eines Heavy-Metal-Schreis untersucht der Leipziger HNO-Arzt Michael Fuchs (l.) Kehlkopf und Rachen des Sängers mit einem flexiblen Endoskop  (Foto: Uwe Niemann)Während eines Heavy-Metal-Schreis untersucht der Leipziger HNO-Arzt Michael Fuchs (l.) Kehlkopf und Rachen des Sängers mit einem flexiblen Endoskop (Foto: Uwe Niemann)

Was passiert im Stimmapparat, wenn jemand von Berufs wegen heftig schreit, grölt und röhrt? Dieser Frage sind Experten der Leipziger Universitäts-Phoniatrie, des Leipziger Max-Planck-Instituts und Kölner Musikwissenschaftler nachgegangen. In einem Gemeinschaftsprojekt analysieren sie die Eigenheiten des Heavy-Metal-Gesangs. Sie wollten wissen: Ist dieses Singen, das abseits von Alltagsgesang angesiedelt ist, schädlich für den Stimmapparat? Ihre Antwort nach der ersten Untersuchung: Offenbar nicht. Die untersuchten Sänger hatten einen völlig gesunden Stimmapparat.

Keine mechanische Schädigung

Zu diesem Ergebnis kam Professor Michael Fuchs bei allen sechs Heavy-Metal-Vokalisten - darunter Frontleute von Bands wie Bitterness Exhumed aus Kaiserslautern und Endemicy aus Leipzig - trotz des großen Druckes, den sie beim Singen aufbauen, trotz der großen Kräfte, die auf Stimmlippen und Schleimhäute wirken. "Die Stimmlippen, die empfindlichsten Teile des Stimmapparates, haben keinerlei Zeichen einer mechanischen Schädigung", so der Leipziger HNO-Arzt und Phoniater. "Dabei haben einige Sänger neben ihrem Hobby noch stimmintensive Berufe, wie Sozialpädagoge."

Tonumfang wie Opernsänger

Beeindruckt war Fuchs davon, dass einige einen Tonhöhenumfang von vier Oktaven erreichen - das sei selbst im Vergleich mit einem Opernsänger imposant. Weiteres Ergebnis der Untersuchungen war, dass die Heavy-Metal-Sänger mehr als andere Sänger den oberen Bereich des Kehlkopfes und den Rachenbereich aktivieren. Zudem produziert die Schleimhaut der Sänger viel Schleim, der einerseits als Schutzschicht wirkt und andererseits beim Singen als "mitschwingendes Element" dient. "Die Töne sind auch deshalb nicht so klar wie bei einem Opernsänger", so Prof. Fuchs. Aber das sei ja in dieser Musikrichtung auch nicht gewollt.

[HK/idw]

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