Forschung

Kampf gegen Krebsstammzellen

published: 19.01.2013

Lingener Forscher erarbeiteten einen Ansatz für eine neue Krebstherapie (Foto: PEI)Lingener Forscher erarbeiteten einen Ansatz für eine neue Krebstherapie (Foto: PEI)

Den Wissenschaftlern des Lingener Paul-Ehrlich-Instituts ist eine kleine Sensation gelungen: In Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben sie Viren hergestellt, die Krebsstammzellen in Tumoren identifizieren und unschädlich machen können.

Krebsstammzellen sprechen auf die gängigen Behandlungsmethoden wie die Chemotherapie oft schlecht an. Bisher war bekannt, dass solche Zellen vom Protein CD133 sichtbar gemacht werden. Die Lingener Forscher fanden nun heraus, dass CD133 in veränderter Form auch dazu dienen kann, Viren als Rezeptor in die Krebszellen zu bringen. Aufgrund des Verstärkermechanismus der Viren gilt dieses Verfahren als vorteilhaft gegenüber anderen: Die infizierte Zelle produziert bei der Zellteilung neue Viruspartikel, die sich verbreiten und weitere Krebszellen ausspähen. Tierversuche belegten, dass gesunde Zellen dabei nicht angegriffen werden.

[PA]

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Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts

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