Gehirnforschung

Aus den Augen, aus dem Sinn?

published: 10.01.2013

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Jeder von uns kennt das: Wir lesen ein interessantes Buch und sind so darin vertieft, dass die Umwelt in diesem Moment keine Rolle mehr spielt. Trotzdem erkennen wir im Hintergrund, wo sich die Tür befindet und wo das Radio steht. Forscher der Universität Tübingen haben dieses Phänomen nun untersucht und fanden heraus, wie das Gehirn die Eindrücke von außerhalb des Blickfeldes wiedergibt.

In einem Experiment befanden sich die Teilnehmer in einem virtuellen achteckigen Raum, in welchem sich in jeder Ecke ein Objekt befand. Die Probanden sollten sich auf eines der acht Objekte fokussieren und gleichzeitig ein zufällig ausgewähltes zweites Objekt im Raum erkennen, beispielsweise hinter oder neben ihnen. Mittels der gemessenen Hirnströme gewannen die Wissenschaftler folgende Erkenntnis: Die relative Position der Umgebung zum Menschen wird von den Gehirnaktivitätsmustern im Parietallappen, der Bewegungen steuert und das räumliche Denken koordiniert, kodiert und als unabhängige dreidimensionale Richtungsinformation wiedergegeben.

[PA]

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