TV-Duell

Merkel, Steinbrück oder wer?

published: 02.09.2013

Angela Merkel, Peer Steinbrück, Stefan Raab oder die #schlandkette - wer hat das TV-Duell am Sonntagabend gewonnen? (Bild: WDR/RTL)Angela Merkel, Peer Steinbrück, Stefan Raab oder die #schlandkette - wer hat das TV-Duell am Sonntagabend gewonnen? (Bild: WDR/RTL)

Während die CDU den Auftritt von Angela Merkel in den höchsten Tönen lobt, sieht die SPD ihren Kandidaten Peer Steinbrück als klaren Gewinner. Das TV-Duell am Sonntagabend hat - je nachdem, wem man zuhört und was man liest - viele Sieger. Glaubt man der "Bild"-Zeitung, ließ Stefan Raab beispielsweise die anderen drei Fragesteller alt aussehen. Und geht es nach Twitter, hat die rot-gold-schwarze Halskette der Kanzlerin die Show gestohlen. Schließlich sammelte sie unter dem Twitter-Account "Deutschland Kette @schlandkette" schon über 6300 Follower.

Inwieweit beeinflusst das TV-Duell deine Wahlentscheidung?

  • Ich stimme weder für Merkel, noch für Steinbrück - die Partei, die ich wähle, war beim TV-Duell nicht dabei.

  • Ich war vorher unentschlossen und weiß jetzt nach dem Duell, wer mein Favorit ist.

  • Ich wusste schon vorher, wen ich wähle. Das Duell hat mich nicht beeinflusst.

  • Ich habe mich durch das TV-Duell in meiner Wahlentscheidung umstimmen lassen.

  • Meine Wahlentscheidung hat das TV-Duell nicht beeinflusst. Aber ich habe es gerne angeschaut.

  • Ich werde wohl nicht zur Wahl gehen.

Institute uneins

Die Meinungsforschungsinstitute ermittelten unterschiedliche Zahlen für die Gunst der Zuschauer. Infratest dimap sieht Steinbrück vorn. 49 Prozent der für die ARD Befragten hätten ihn überzeugender gefunden. Die Bundeskanzlerin sahen nur 44 Prozent als Siegerin. Anders die Umfrage fürs ZDF: In der repräsentativen Zuschauerbefragung der Forschungsgruppe Wahlen hatte Merkel die Nase knapp vorn. 40 Prozent sprachen sich für die Amtsinhaberin aus, lediglich 33 Prozent fanden, der Herausforderer habe sich besser geschlagen. In der Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL liegen die Kontrahenten Kopf an Kopf: 44 Prozent für Merkel, 43 Prozent für Steinbrück. In den Themengenbieten soziale Gerechtigkeit und NSA-Abhörskandal konnte der SPD-Mann klar punkten. Merkel kam im Bereich Euro-Krise auf bessere Werte.

Steinbrück redete weniger

Die Bundeskanzlerin und der SPD-Kandidat hatten eineinhalb Stunden lang sachlich und konzentriert Fragen von Anne Will, Peter Kloeppel, Maybrit Illner und Stefan Raab beantwortet. Die Kanzlerin redete vier Minuten und 7 Sekunden länger als der SPD-Herausforderer.

Keine Maut mit Merkel

Merkel warb beim Wähler für eine Fortsetzung der Regierung aus Union und FDP. Steinbrück betonte, er strebe ein rot-grünes Bündnis an und schloss eine Koalition mit der Partei Die Linke aus. Zudem blieb er dabei, für eine Große Koalition unter der Führung der CDU persönlich nicht zur Verfügung zu stehen. Merkel erteilte der PKW-Maut, wie sie CSU-Chef Horst Seehofer ins Spiel gebracht hatte, eine eindeutige Absage. Eine solche Abgabe gebe es mit ihr nicht.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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