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Forsa-Umfrage

Versicherte wollen selbst entscheiden

published: 08.04.2011

Die Sozialwahl ist nach der Bundestags- und der Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland (Foto: TK)Die Sozialwahl ist nach der Bundestags- und der Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland (Foto: TK)

Drei von vier gesetzlich Versicherten (75 Prozent) möchten selbst entscheiden, wer ihre Interessen in den Parlamenten der Krankenkassen – den so genannten Verwaltungsräten – vertritt. Damit sprechen sie sich klar für echte Urwahlen aus, die bei der Sozialwahl jedoch nur bei einigen wenigen Krankenkassen stattfinden. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). "Nur die Urwahlen sind im eigentlichen Sinne Wahlen, bei denen man mitentscheiden und teilhaben kann", ist auch der Politikwissenschaftler und Sozialforscher Univ.-Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte überzeugt.

Das Ergebnis:

Die Menschen in Deutschland wollen mitreden, wenn es um politische Entscheidungen geht, die sie direkt betreffen. Acht von zehn Befragten (81 Prozent) gaben dies an. Gerade bei einem so wichtigen Thema wie der eigenen Gesundheit: So sind sieben von zehn Menschen hierzulande (71 Prozent) überzeugt, dass die Versicherten bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens noch stärker einbezogen werden sollten.

Sozialwahl - entscheide selbst

Eine echte Chance zur Mitbestimmung bietet ihnen die Sozialwahl – zumindest bei den Krankenkassen, die ihre Mitglieder tatsächlich über die Zusammensetzung ihrer ehrenamtlichen Selbstverwaltung abstimmen lassen. Insgesamt 18 Millionen Krankenkassenmitglieder sind ab den 12. April zur Wahl aufgerufen – neben den Mitgliedern der TK auch die vier weiterer Ersatzkassen.

Der Bundeswahlbeauftragte für die Sozialwahlen, Gerald Weiß, plädiert für mehr echte Wahlen: "Ich bin sehr dafür, dass weitere Krankenkassen und auch sonstige Sozialversicherungsträger den Weg der Urwahl gehen. Urwahlen sind näher am Demokratieprinzip. Hier kann unmittelbar der Betroffene, der Versicherte selbst bestimmen, wem er das Mandat anvertraut."

Kostengünstige Demokratie

Gegen Urwahlen führen Kritiker gerne die Kosten einer echten Wahl ins Feld. Ein Argument, das Gerald Weiß jedoch nicht gelten lässt: "Die Behauptung, die Sozialwahl sei zu teuer, ist grundfalsch. 2005 hat sie 40 Millionen Euro gekostet – für damals 44 Millionen Wahlberechtigte. Das macht je Wahlberechtigten weniger als einen Euro für sechs Jahre. Demokratie ist nicht ganz kostenlos zu haben, wohl aber kostengünstig. Und das ist hier der Fall. So viel muss Demokratie kosten dürfen."

Auch die gesetzlich Versicherten, die die Kosten für die Sozialwahl über ihre Beiträge tragen, stehen hinter der Investition für echte Demokratie: Sechs von zehn Befragten (62 Prozent) sagten in der bevölkerungsrepräsentativen Forsa-Umfrage, dass ihnen die echte Mitbestimmung bei der Sozialwahl ihre Kosten wert ist und man nicht darauf verzichten sollte.

Zum Hintergrund

Über 48 Millionen Menschen in Deutschland sind insgesamt dazu aufgerufen, bei der diesjährigen Sozialwahl die Vertreter ihres Vertrauens in die Selbstverwaltungen der TK, vier weiterer Ersatzkassen und der Deutschen Rentenversicherung Bund zu wählen. Damit ist sie nach der Bundestags- und der Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland.

Die Sozialwahl ist eine reine Briefwahl – Wahlurnen sind die über 100.000 Post-Briefkästen. Ab 12. April erhalten die Wahlberechtigten ihre Wahlunterlagen per Post. Dann gilt: einfach aufmachen, ankreuzen, abschicken – für die Wähler selbstverständlich portofrei. Spätestens am 1. Juni müssen die roten Umschläge mit den Wahlzetteln wieder bei der TK sein. Informationen zu den zur Wahl stehenden Listen, ihren Spitzenkandidaten und Positionen gibt es im Internet unter www.tk.de/sozialwahl. Angaben zu allen Trägern, deren Versicherte bei der Sozialwahl selbst wählen können, sind unter www.sozialwahl.de zu finden.


[TK]

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