Medienkonsum

Musikliebhaber häufiger depressiv

published: 10.04.2011

Musikfans leiden häufiger an Depressionen als Leseratten (Foto: Public Address)Musikfans leiden häufiger an Depressionen als Leseratten (Foto: Public Address)

Jugendliche, die viel Musik hören, sind häufiger depressiv als solche, die viel lesen. Das berichteten Forscher der University of Pittsburgh School of Medicine. Es nahmen insgesamt 106 Jugendliche an der Studie teil. Sie wurden in einem Zeitraum von zwei Monaten nach ihrem Medienkonsum (Fernsehen, Musik, Videospiele, Zeitungen, Bücher) befragt. 46 der Teenager litten unter einer schweren Depression.

Achtmal depressiver

Nachdem die Daten mit Faktoren wie Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit abgeglichen waren, war das Ergebnis, dass die Musikliebhaber unter den Probanden etwa achtmal so depressiv waren wie diejenigen, die keine Musik hören.

Leseratten glücklicher?

Im Umkehrschluss kam außerdem heraus, dass alle, die gerne lesen, zehnmal seltener depressiv waren als die Nicht-Leser. Für andere Medien ließ sich keine Diagnose finden.

Die Problematik

"Momentan ist nicht klar, ob depressive Menschen mehr Musik hören, um ihrem Zustand zu entfliehen, oder ob das viele Musikhören der Auslöser für die Depression ist", sagt Studienleiter Brian Primack. Die Ergebnisse dieser Untersuchung erschienen in der Fachzeitschrift "Archives of Pediatric and Adolescent Medicine".


[TK]

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