UNICEF-Bericht

Gefahr für Kinder wächst

published: 10.05.2011

Tsunamis, Erdbeben, Überschwemmungen, Stürme: Die Zahl der Naturkatastrophen wächst. Und die Leidtragenden sind häufig Kinder und Jugendliche. Darauf hat UNICEF nun mit einem neuen Bericht aufmerksam gemacht, den die Organisation anlässlich der Weltkonferenz zur Eindämmung von Katastrophenrisiken in Genf vorgestellt hat.

Jedes Jahr sind über 200 Millionen Menschen vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern unmittelbar von Naturkatastrophen betroffen. Nach Schätzungen von UNICEF sind mindestens die Hälfte der Opfer Kinder. Sie werden getötet, verletzt, leiden an Krankheiten durch Mangelernährung, unsauberes Wasser und schlechte hygienische Bedingungen. Die überlebenden Jungen und Mädchen sind oft jahrelang mangelhaft versorgt und können nicht zur Schule gehen.

Immer mehr Katastrophen

UNICEF rechnet damit, dass die Bedrohung durch Naturkatastrophen weiter anwachsen wird. Rund 70 Prozent aller Katastrophen seien heute klimabedingt. Zu Anfang des Jahrtausends seien es 50 Prozent gewesen. In den kommenden Jahren werden jedes Jahr rund 175 Millionen Kinder unter den Folgen extremer Wetterphänomene zu leiden haben – gegenüber 66 Millionen Ende der 1990er Jahre.

Um auf den Klimawandel und seine schwerwiegenden Folgen reagieren zu können, fordert UNICEF die internationale Gemeinschaft auf, betroffene und bedrohte Gemeinden stärker vor Katastrophen zu schützen und strategisch besser auf Notfälle vorzubereiten.

[PA]

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