Sozialwahl 2011

Wählerisch sein lohnt sich

published: 13.05.2011

Spätestens am 1. Juni müssen die roten Umschläge mit den Wahlzetteln wieder bei der TK sein (Foto:Techniker Krankenkasse)Spätestens am 1. Juni müssen die roten Umschläge mit den Wahlzetteln wieder bei der TK sein (Foto:Techniker Krankenkasse)

Mit einer Grippe zum Hausarzt und mit einem Beinbruch ins nächste Krankenhaus: Jeder gesetzlich Versicherte kann mit seiner Versichertenkarte die medizinische Betreuung von Ärzten, Therapeuten und Krankenhäusern in Anspruch nehmen - unabhängig von seiner Krankenkasse. Zusatzangebote wie Reiseschutzimpfungen, Wahltarife oder Bonusprogramme dagegen sind so genannte Satzungsleistungen: Hier kann jede Kasse selbst entscheiden, was sie ihren Versicherten über den vom Gesetzgeber vorgegebenen Katalog hinaus anbietet.

Was viele nicht wissen: Die Entscheidung, ob eine Krankenkasse zum Beispiel bei der Haushaltshilfe im Krankheitsfall mehr bezahlt als andere, oder ob sie die Kosten für zusätzliche Impfungen übernimmt, fällen die Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber. Im so genannten Verwaltungsrat vertreten sie die Interessen der Betroffenen. Und der hat bei allen wichtigen Entscheidungen das letzte Wort. Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des Vorstandes der Techniker Krankenkasse (TK): "Die Selbstverwaltung entscheidet über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Sie legt den Haushalt fest und bestimmt die Verwendung der Mittel, immerhin in diesem Jahr bei der TK rund 19 Milliarden Euro. Sie wählt den Vorstand und beschließt die Satzung. Das heißt: Alle zusätzlichen Leistungen, die die TK gewährt, werden durch die Selbstverwaltung festgelegt und häufig auch initiiert."

Motivation und Anreiz

Wer ihre Interessen vertritt, können die TK-Mitglieder bei der Sozialwahl selbst bestimmen. Insgesamt sind in Deutschland 48 Millionen Menschen wahlberechtigt. 5,4 Millionen von ihnen können den neuen Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse wählen. "Wer seine Stimme abgibt, stärkt seinen Vertretern den Rücken und kann so ganz konkret dazu beitragen, dass seine Krankenkasse mehr als das reguläre Angebot bereit hält", erklärt der alternierende Vorsitzende des TK-Verwaltungsrates Harald Schulte.

Auch Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ist überzeugt, dass es sich lohnt, bei der Sozialwahl mitzumachen: "Die Sozialwahl ist die beste Möglichkeit für den Einzelnen, auf die Leistungen seiner Krankenkasse selber Einfluss zu nehmen. Ich glaube, das ist Motivation und Anreiz genug, sich auch bei der Sozialwahl zu engagieren", so Rösler.

Teilnehmen können die Wahlberechtigten ganz bequem - und portofrei - per Brief. Die Wahlunterlagen haben sie im April erhalten. Spätestens am 1. Juni müssen die roten Umschläge mit den Wahlzetteln wieder bei der TK sein. Mehr Informationen zur Sozialwahl und zu den bei der TK zur Wahl stehenden Listen gibt es im Internet unter www.tk.de/sozialwahl. Angaben zu allen Trägern, deren Versicherte bei der Sozialwahl selbst wählen können, sind unter www.sozialwahl.de zu finden.

[TK]

Links

www.sozialwahl.de

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