Hirn-Forschung

Erhöht Stress das Alzheimerrisiko?

published: 04.06.2011

Stress könnte ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Alzheimer sein. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und der Universität von Minho im portugiesischen Braga entdeckt. Die Forscher haben herausgefunden, dass Stress die krankhafte Veränderungen in Nervenzellen fördert. In Tests mit Ratten beobachteten die Forscher, wie durch Stresshormone das Erinnerungsvermögen bei den Tieren beeinträchtigt wurde. Durch die Ausschüttung starben Nervenzellen vor allem im Hippocampus, einer Hirn-Region die für Lernen und Gedächtnis wichtig ist.

Noch wissen Forscher sehr wenig über die Ursachen der Alzheimer-Krankheit. Bisher geht die Wissenschaft davon aus, dass der gefürchtete Gedächtnisverlust zu etwa zehn Prozent genetisch bedingt ist. Die neuen Ergebnisse könnten nun weitere Therapieansätze für die Krankheit ergeben. "Wenn Stress tatsächlich ein Auslöser für Alzheimer wäre, würde das neue Möglichkeiten eröffnen, die Krankheit zu verhindern oder zumindest zu verzögern", so Osborne Almeida, einer der Studienautoren.

[TK]

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