Hirnforschung

Insulin beeinflusst Essverhalten

published: 12.06.2011

Gesundheits-Info: Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus oder auch Zuckerkrankheit ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Unterschieden wird Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Bei der ersten Form, die schon in der Jugend auftritt, liegt eine Störung der Bauchspeicheldrüse vor, die dann das wichtige Hormon Insulin nicht mehr herstellen kann. Das wird aber benötigt, damit Zucker, der über die Nahrung ins Blut gelangt, von Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Typ-I-Diabetiker müssen sich daher das Insulin per Spritze zuführen.

Diabetes vom Typ II (Altersdiabetes) ist keine angeborene Krankheit, sondern entwickelt sich erst später. Diese Variante nimmt stark zu. Durch ungesunde Lebensweise erkranken auch immer mehr junge Menschen an Typ-II-Diabetes. Auslöser sind oft schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Dauerhaft kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel nämlich zu Folgeerkrankungen führen. Deshalb sollten viel Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen.

Das Hormon Insulin ist für das Essverhalten einer Person wichtiger als bisher angenommen. Forscher vom Max-Planck-Institut aus Köln haben nun herausgefunden, dass Störungen im Insulin-Haushalt das Essverhalten stark beeinflussen können.

Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, agiert auch als Botenstoff im Hirn und wirkt auf das Belohnungssystem. Die Substanz bindet an Nervenzellen im Gehirn an und gibt dort das Signal für Sättigung bei ausreichender Nahrungsaufnahme. Ohne Insulin wird dieses Signal aber nicht gegen. In der Folge isst der Mensch weiter, obwohl er eigentlich schon satt ist.

Störungen im Insulin-Haushalt, der auch den Blutzuckerspiegel regelt, können nach den Ergebnissen von Jens Brüning also nicht nur zu Diabetes führen sondern auch zu Übergewicht.








[TK]

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