Neue Studie

Shooter-Spieler sind keine Militaristen

published: 15.08.2011

Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim zeigt: Die persönliche Einstellung von Spielern zum Militär wird durch Ego-Shooter nicht beeinflusst. Die Käufer militärische Shooter-Spiele sind nicht militanter als Nichtspieler, so die Ergebnisse der Studie. Und das, obwohl viele der Spiele auf realen militärischen Konflikten beruhen. Als ausschlaggebend für die Einstellung zum Militär erwies sich viel mehr Alter, Bildungsstand und Autoritätshörigkeit von den 5.000 Befragten der repräsentativen Studie.

Repräsentative Umfrage unter Spielern und Nichtspielern

Insgesamt hat ein Forscherteam 5.000 Personen befragt. Darunter 4.500 Spieler und eine repräsentative Kontrollgruppe von 500 Nichtspielern. Ihnen wurden verschiedene Aussagen zum Militarismus und zum Umgang mit kriegerischen Bedrohungen und Terrorismus vorgelegt, die es zu bewerten galt.

Ein Unterschied bei den Bewertungen durch Spieler und Nichtspieler war nicht vorhanden. "Im Durchschnitt wurden bei beiden Gruppen die Aussagen gleich bewertet", so Prof. Dr. Quandt, der die sozialen Auswirkungen von Computerspielen schwerpunktmäßig erforscht.

Sympathie fürs Militär steigt mit dem Alter

Gewisse Differenzen gibt es allerdings bei den verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Ältere Menschen, solche mit einer niedrigeren Bildung, aggressivere und autoritätsorientierte Menschen haben deutlich mehr übrig für Militär und Soldaten. "Das gilt allerdings sowohl für die Spieler als auch für die Kontrollgruppe der Nichtspieler", sagt Projektmitarbeiterin Ruth Festl.

Unter den Spielern wurden außerdem unterschiedliche Gruppierungen ausgewertet, darunter Shooter-Spieler, Sozial- und Solo-Spieler. "Aber auch zwischen diesen Gruppen hat es keine nennenswerten Unterschiede gegeben", so Festl.

[PA]

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Universität Hohenheim
SOFOGA - The Social Foundations of Online Gaming

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