Europa-Studie

Psychische Erkrankungen nehmen zu

published: 10.09.2011

In Europa hat die Zahl der psychischen und neurologischen Erkrankungen zugenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Dresdner Psychologe Hans-Ulrich Wittchen geleitet hat.

Jährlich leiden 38,2 Prozent aller Einwohner der Europäischen Union unter einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung. Die häufigsten Erkrankungen sind Angststörungen (14,0 Prozent der Gesamtbevölkerung), Schlafstörungen (7,0 Prozent), Depressionen (6,9 Prozent), psychosomatische Erkrankungen (6,3 Prozent), Alkohol- und Drogenabhängigkeit (über 4 Prozent) und Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen (5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen).

Psychische Erkrankungen seien in allen Altersstufen ähnlich häufig und selbst unter Kindern und jungen Erwachsenen weit verbreitet, so Hans-Ulrich Wittchen. "Psychische Störungen sind kein seltenes Schicksal einiger Weniger. Das Gehirn als komplexestes Organ ist genauso häufig wie der Rest des Körpers von Störungen und Erkrankungen betroffen", so der Psychologe.

[TK]

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