Zellforschung

Neuer Ansatz im Kampf gegen Krebs?

published: 25.09.2011

Forscher vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben eine neue Methode entwickelt, mit der künftig Krebs bekämpft werden könnte. Die Wissenschaftler um Jochen Hühn schalteten Zellen des Körpers aus, mit denen sich krankmachende Krebszellen vor der menschlichen Immunabwehr maskieren. Diese so gannten regulatorischen T-Zellen sind der Grund, weshalb der Krebs zunächst nicht von der Immunabwehr des Körpers erkannt und angegriffen wird.

In Tests mit Mäusen gelang es Hühn nun, diese Zellen auszuschalten, ohne wichtige Zellen der Immunabwehr zu beeinträchtigen. Die Folge: Der Körper der Nager erkannte die Tumorzellen und griff sie an. Dadurch gelang es den Medizinern, die Zahl der Tumore bei den Tieren deutlich zu reduzieren.

Allerdings dämpfte der Forscher zu große Hoffnungen: Eine direkte Anwendung der Ergebnisse in der Krebstherapie beim Menschen sei noch nicht möglich. "Von gentechnisch veränderten Mäusen zum menschlichen Patienten ist es ein weiter Weg", so Hühn. Die Ergebnisse mit den Labormäusen hätten jedoch gezeigt, dass die Entwicklung von Substanzen, welche gezielt diese T-Zellen ausschalten würden, eine erfolgreiche Strategie beim Kampf gegen Krebs sein könnte.

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