Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Pille danach soll rezeptfrei werden

published: 08.10.2011

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte setzt sich für eine rezeptfreie Pille danach ein (Foto: Public Address)Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte setzt sich für eine rezeptfreie Pille danach ein (Foto: Public Address)

Wenn das Verhütungsmittel versagt, ist es immer noch möglich, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Die so genannte Pille danach verhindert unabhängig vom Zyklustag der Einnahme die Reifung der Eizelle sowie den Eisprung unter der Voraussetzung, dass dieser noch nicht stattgefunden hat. Die Pille danach ist keine Abtreibungspille. Sie wirkt nicht, wenn sich das Ei bereits in der Gebärmutter eingenistet hat, da die Wirkungsweise die Einnistung verhindert. Eine Gefährdung für das ungeborene Leben besteht daher bei der Einnahme des Medikamentes nicht.

Forderung: Ende der Rezeptpflicht

Die Pille danach ist in Deutschland immer verschreibungspflichtig. Man bekommt sie gegen Rezept in jeder Apotheke. Bereits 2004 hatte sich das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte für ein Ende der Rezeptpflicht ausgesprochen. Die Abgaberegelung wurde jedoch nicht geändert. Doch auch weiterhin macht sich das Bundesinstitut für die Freigabe der Pille danach stark. Demnach sehe es nämlich keinen Grund, weshalb das Medikament nicht auch ohne ärztliche Beratung und Verordnung verfügbar ist, da die bekannten Nebenwirkungen, wie Magen-Darmbeschwerden, durchaus vertretbar sind und keinesfalls lebensbedrohlich.

[TK]

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