Unerfüllter Kinderwunsch

Religion tröstet nicht

published: 06.11.2011

Allgemein gilt Glaube und Religion als Trostspender in schwierigen Situationen. Dass das nicht immer der Fall sein muss, haben nun Forscher aus Frankfurt herausgefunden. Zumindest wenn es sich um Paare handelt, die unter einem unerfüllten Kinderwunsch leiden. Die Forscher wollten für ihre Studie Strategien untersuchen, mit denen die Männer und Frauen die belastende Situation verarbeiten.

Das Ergebnis: Die Zugehörigkeit zu einer Religion und das religiöse Engagement beeinflussten das Wohlbefinden nicht. Allerdings gab es einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen der Beziehung zu Gott und dem Befinden der Befragten. Probanden mit unerfülltem Kinderwunsch fühlten sich signifikant schlechter, wenn ihre Gefühle in Bezug auf Gott negativ waren. Keinen Einfluss hatte der Glaube auf die Hoffnung der Kinderlosen, dass ihr Wunsch doch noch in Erfüllung gehen könnte.

Dafür halfen den kinderlosen Paaren klassische Bewältigungsstrategien wie die kreative Bearbeitung des Problems, körperliche Aktivität und Regeneration, zum Beispiel durch Gartenarbeit.

[TK]

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