Hannover

Forschungszentrum für seltenen Krankheiten

published: 07.11.2011

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) möchte Menschen mit seltenen Krankheiten in Zukunft noch besser behandeln. Dafür hat die MHH nun das Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) eingerichtet. Dort sollen Betroffene, ihre Angehörigen und behandelnde Ärzte gemeinsam an neuen Strategien gegen seltenen Krankheiten arbeiten. Laut Manfred Stuhrmann-Spangenberg, Facharzt für Humangenetik und Sprecher des Zentrums, sei schon oft das Erkennen von solchen Krankheiten ein Problem. Oft würden die Betroffenen jahrelang unter Beschwerden leiden, weil ihre Krankheit nicht erkannt würde. Dementsprechend schwierig sei es, eine passende Therapie zu finden.

Fünf von 10.000 Menschen

In der Europäischen Union gilt eine Krankheit als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Derzeit werden rund 7.000 Krankheiten als selten eingestuft. In Deutschland leiden schätzungsweise rund vier Millionen Menschen unter einer dieser Erkrankungen.

Häufig handelt es sich um sehr komplexe Krankheitsbilder, bei denen verschiedene Organsysteme betroffen sind. Deshalb sind in die Behandlung dieser Krankheiten Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen eingebunden. Ein Beispiel ist die Erbkrankheit Morbus Osler, die zu Gefäßerweiterungen und gefährlichen Blutungen in unterschiedlichen Organen führen kann. Hier können Hals-, Nasen-, Ohrenärzte, Kinderärzte, Internisten, Chirurgen, Humangenetiker, Neurologen und auch Neurochirurgen in die Behandlung einbezogen sein.

[TK]

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