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Sport

So gefährlich sind Nahrungsergänzungsmittel

published: 27.11.2011

Die Verbraucherzentrale NRW rät den Verzicht oder einen besonnen Umgang mit den Präparaten (Foto: Public Address)Die Verbraucherzentrale NRW rät den Verzicht oder einen besonnen Umgang mit den Präparaten (Foto: Public Address)

Viele Jugendliche nehmen Nahrungsergänzungsmittel ein, um ihre Trainingsleistung zu verbessern und mehr Muskeln aufzubauen. Die Gefahren, die durch die Einnahme entstehen, werden häufig schlicht ignoriert. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat nun eine Erhebung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass sich fast jeder Zweite dieser Methode bedient oder schonmal bedient hat.

Die Verbraucherzentrale befragte im Frühjahr 260 Gymnasiasten zwischen 17 und 18 Jahren nach dem Grund für die Einnahme solcher Mittel. "Viele Jungendliche und Erwachsenen verlassen sich nicht auf ihre individuelle Leistungsfähigkeit und ihr persönliches Körperbewusstsein, sondern ziehen sich zusätzlich ihre Pillen und Pulver rein, um in punkto Aussehen und Muskelkraft mit Anderen mithalten zu können", fasst die Verbraucherzentrale NRW das Ergebnis zusammen. Die Jugendlichen erhalten so die Illusion, sie seien besonders fit.

Die am häufigsten verwendeten Mittel seien Magnesium-, Vitamin C.- und Calcium Präparate. Danach foltgen Produkte, die Eiweiß bzw. Aminosäuren enthalten und besonders bei jungen Männern sehr beliebt sind.

Gefahren

Die Einnahme dieser Nahrungsergänzungsmittel ist meistens der Einstieg in eine typische Kraftsport-Biografie. Es folgen Medikamente und am Ende sogar Dopingmittel. Die gesundheitlichen Folgen, die eine solche Einnahme mit sich trägt, sind nicht absehbar. Jeder Fünfte kauft, laut der Verbraucherzentrale NRW, seine Mittel aus dem Internet. Dass die große Auswahl und die billigen Preise dabei auch Gefahren bergen, wird übersehen. Übers Internet bestellte Mittel aus dem Ausland können statt den angegebenen Wirkstoffen verbotene Substanzen enthalten.

Richtige Ernährung

Wer glaubt, dass für den Erhalt und Ausbau von Muskeln zusätzliche Proteine und Stimulanzen notwendig sind, der irrt sich. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung reicht vollkommen aus. Wichtig sind ausreichend Kohlenhydrate, wenig Fett, hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe und ausreichend Flüssigkeit.

Die Verbraucherzentrale NRW rät gänzlich auf Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten und falls das nicht möglich ist, nur Produkte aus vertrauenswürdigen Quellen zu kaufen. Eine Liste, die auf verbotene Stoffe getestete Nahrungsergänzungsmittel enthält, kannst du dir im Internet unter www.koelnerliste.com anschauen.

Der zweiminütige Animationsfilm der Verbraucherzentrale NRW "Pillen, Power, Pustekuchen" handelt ebenfalls von Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet. Du kannst ihn dir hier anschauen.

[PA]

Links

www.vz-nrw.de

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