Zellforschung

Stammzellen aus der Nase

published: 31.12.2011

Ein Forscherteam um die Bielefelder Biologin Barbara Kaltschmidt hat eine Methode entwickelt, mit der Stammzellen aus der Nase gewonnen werden können. Diese konnten die Wissenschaftler dann in Nerven-, Knochen-, Fett- und Knorpelzellen umwandeln.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Laut den Forschern ist ein Vorteil der Methode, dass in kurzer Zeit große Mengen von Zellen hergestellt werden können. Das Verfahren kann neue Behandlungen von akuten und chronischen Verletzungen im Gesicht ermöglichen. So könnten die Stammzellen in der Chirurgie genutzt werden, um nach Verbrennungen oder Schnittverletzungen ein Gesicht mit neu kultivierten Haut-, Knochen- und Nervenzellen wieder herzustellen.

Stammzellen: Winzige Alleskönner

Stammzellen gelten als Alleskönner unter den Zellen. Während die meisten Zellen des Körpers eine spezielle Aufgabe haben – etwa Hautzellen, die den Körper vor schädlichen Einflüssen von außen schützen – sind Stammzellen nicht spezialisiert: Sie sind Ursprungszellen, aus denen Haut, Nerven oder auch Knochen entstehen können. Außerdem dienen sie dazu, im Fall von Verletzungen und Erkrankungen beschädigte Zellen zu reparieren.

Die Stammzellen, die die Forscher für ihre neue Methode nutzen, werden als adulte Stammzellen bezeichnet – das sind die Zellen, die sich nach der Geburt im menschlichen Organismus befinden. Im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen, die aus menschlichen Föten gewonnen werden müssen, gelten adulte Stammzellen bei Forschern als ethisch unbedenklich.





[TK]

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