Frauengesundheit

Frühe Periode, höheres Diabetesrisiko

published: 03.01.2012

Je jünger Mädchen bei ihrer ersten Periodenblutung sind, umso höher ist ihr Risiko, im Laufe des Lebens an Diabetes zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums in München in einer Studie. Anders als bisher vermutet, ist dieser Zusammenhang unabhängig vom Body Mass Index, den die Studienteilnehmer als Erwachsene haben. Für die Untersuchung haben die Forscherinnen um Christine Meisinger und Doris Stöckl die Gesundheitsdaten von 1.503 Frauen im Alter von 32 bis 81 Jahren ausgewertet. Durchschnittlich trat bei den Frauen die erste Regelblutung im Alter von 13 Jahren auf.

Was ist der Body-Mass-Index?

Wissenschaftler verwenden als Maß für Übergewicht häufig den sogenannten Body-Mass-Index (BMI). Dieser errechnet sich aus dem Verhältnis von Gewicht und Körpergröße (Gewicht in Kg durch das Quadrat der Körpergröße in Metern). Normalgewichtige erreichen einen Wert zwischen 18,5 und 25. Menschen mit einem BMI ab 25 gelten als zu dick, ab 30 als fettleibig.

Der BMI ist aber nicht mehr als ein grober Richtwert, da er weder Statur und Geschlecht noch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe eines Menschen berücksichtigt.

"Wir hoffen, dass es so möglich sein wird, Personen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen", so die Wissenschaftlerinnen im Fachjournal "Diabetologia". Die Ursache für den Zusammenhang zwischen der Geschlechtsreife und Diabetes kennen die beiden aber noch nicht. Sie untersuchen nun, inwiefern genetische beziehungsweise sozialökonomische Faktoren eine Rolle spielen.








[TK]

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