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Fraunhofer-Institut

Weniger Tierversuche durch Mini-Sensoren

published: 05.01.2012

Forscher nutzen die Sensoren, um den Zustand der Zellen mit verschiedenen Farbstoffen zu kennzeichnen: Gelb zeigt an, dass die Zellen aktiv sind  (Foto: Fraunhofer EMFT)Forscher nutzen die Sensoren, um den Zustand der Zellen mit verschiedenen Farbstoffen zu kennzeichnen: Gelb zeigt an, dass die Zellen aktiv sind (Foto: Fraunhofer EMFT)

Forscher des Fraunhofer-Instituts in München haben eine Methode entwickelt, durch die es in der Medikamentenforschung künftig weniger Tierversuche geben soll. Die Wissenschaftler aus der Abteilung für Modulare Festkörper-Technologien EMFT können mit winzig kleinen Sensoren die Wirksamkeit von neuen Arzneimitteln testen.

"Wir testen Chemikalien quasi im Reagenzglas auf ihre Wirksamkeit und ihr Risikopotenzial. Hierfür setzen wir lebende Zellen, die aus menschlichem und tierischem Gewebe isoliert und in Zellkulturen gezüchtet wurden, der zu untersuchenden Substanz aus", erläutert Jennifer Schmidt vom EMFT. Ist der Wirkstoff in einer bestimmten Konzentration giftig für die Zelle, stirbt sie. Diesen Vergiftungsprozess können Schmidt und ihr Team mit ihren Sensor-Nanopartikeln sichtbar machen.

Experimente an Tieren sind seit Jahrzehnten in der Kritik. Eine Trendwende ist dennoch nicht in Sicht. Die Zahl der Tests mit Labortieren hat sogar zugenommen. Laut dem EMFT verwendeten deutsche Labors im Jahr 2009 etwa 2,79 Millionen Tiere für Forschungszwecke. Ein Drittel diente der biologischen Grundlagenforschung, ein Großteil davon wurde für die Erforschung von Krankheiten und für die Entwicklung medizinischer Produkte und Geräte benötigt.

[TK]

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