Gegen Resistenzen

Weniger Antibiotika im Stall

published: 14.02.2012

Um Resistenzen gegen Antibiotika beim Menschen besser bekämpfen zu können, sollte in der Tierhaltung und auch in Krankenhäusern so wenig Antibiotika wie möglich eingesetzt werden. Das fordert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)."Sowohl in der Klinik als auch in der Tierhaltung muss der Einsatz von Antibiotika auf das therapeutisch notwendige Maß beschränkt werden", so BfR-Präsident Andreas Hensel.

Über die Nutztieren sagte der Experte, dass dort in Zukunft auch die Haltungsbedingungen und die Hygiene verbessert werden müssten. Denn wenn Stalltiere insgesamt gesünder seien, sei auch die Gabe von Antibiotika nicht mehr so häufig notwendig.

Funde von resistenten Keimen wurden in letzter Zeit auf Lebensmittelproben (Schweinefleisch, Geflügelfleisch und Rohmilch) nachgewiesen.

Durch den Einsatz von Antibiotika entstehen aber nicht zwingend neue Antibiotikaresistenzen bei Bakterien, so das BfR. Vielmehr haben Keime, die meist zufällig durch Mutation resistent geworden sind, bei der Anwendung von Antibiotika einen Vorteil gegenüber nichtresistenten Stämmen und vermehren sich stärker als nichtresistente Keime.

[TK]

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