Raucher-Studie

Weniger Qualm daheim

published: 22.02.2012

Rauchstopp: In den eigenen vier Wänden greifen Raucher seltener zur Zigarette (Foto: Public Address)Rauchstopp: In den eigenen vier Wänden greifen Raucher seltener zur Zigarette (Foto: Public Address)

Das öffentliche Rauchverbot hat offenbar einen positiven Effekt auf das Verhalten von Rauchern in den eigenen vier Wänden: Wie eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg herausgefunden hat, rauchen die meisten Konsumenten von Zigaretten seit dem Verbot in öffentlichen Gebäuden auch zu Hause weniger. Viele Raucher würden in der eigenen Wohnung sogar ganz auf den Glimmstängel verzichten, so Ute Mons vom DKFZ.

Weniger Qualm in vier Ländern

Für die Studie hatte Mons die Angaben von mehr als 4600 Rauchern aus vier Ländern ausgewertet. Diese waren bei einer großen europäischen Untersuchung befragt worden - einmal vor Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze in den jeweiligen Ländern und einmal danach.

Das Ergebnis: Nachdem in den jeweiligen Ländern Nichtraucherschutzgesetze erlassen wurden, stieg die Zahl der Raucher, die ihr Zuhause als rauchfreie Zone deklarierten, an. In Frankreich erhöhte sich diese Quote um 17 Prozent, in Irland um 25 Prozent, in den Niederlanden um 28 Prozent und in Deutschland um 38 Prozent.

"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rauchverbote in der Öffentlichkeit nicht dazu führen, dass Raucher mehr zuhause rauchen", schrieben die Autoren.. Stattdessen könnten sie Raucher dazu anregen, auch in ihren eigenen vier Wänden ein Rauchverbot zu etablieren.

[TK]

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