Forschung

Depressionen stärken Immunsystem

published: 07.03.2012

Depressionen helfen, Infektionen zu heilen (Foto: Public Address)Depressionen helfen, Infektionen zu heilen (Foto: Public Address)

Depressionen und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig. Wie sich diese Tatsache positiv auf den Menschen auswirken kann, haben Forscher der University of California herausgefunden.

Evolutionär bedingt

Das Zusammenspiel von Depressionen und Immunsystem hat einen evolutionären Hintergrund. Die Vorfahren des modernen Menschen waren häufig von tödlichen Infektionen bedroht. Sie konnten somit nicht ihre Gene an die nächste Generation weitergeben. Um das Aussterben des Menschen zu verhindern, setzte sich im Laufe der Zeit ein neuer Prozess durch, der noch heute gleich ist: Wenn unser Körper von Viren oder Bakterien angegriffen wird, werden Proteine - sogenannte s "Zytokine" - ausgeschüttet. Diese wirken auf das Gehirn ein und können unsere Stimmung regulieren.

Körper konzentriert sich auf Heilung

Häufig waren die Betroffenen erschöpft, zogen sich zurück und verloren Interesse und Freude. Diese Symptome charakterisieren gleichzeitig eine Depression. Durch die Lustlosigkeit verschwendeten die Betroffenen keine Energie mehr aufs Jagen oder andere Aktivitäten. Der Körper konnte sich auf die Immunabwehr und Wundheilung konzentrieren.

Aus diesem Grund haben depressive Menschen ein starkes Immunsystem, obwohl keine körperliche Krankheit bekämpft werden muss.

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