Cyberbullying

Am schlimmsten sind peinliche Bilder

published: 23.07.2012

Peinliche Privatfotos und Videos, die im Internet kursieren: Forscher der Universität Bielefeld haben herausgefunden, dass jugendliche Opfer von Cyberbullying oder Cybermobbing besonders darunter leiden, wenn Mitschüler solches Bildmaterial verbreiten, um sie lächerlich zu machen. Laut einer Online-Studie wird dieses Verhalten von etwa der Hälfte der Opfer als stark oder sehr stark belastend empfunden.

Unkontrollierbares Publikum

Die Forscher erklären sich diesen Befund damit, dass die Folgen dieser Form von Cyberbullying schlecht kontrollierbar sind, weil digitale Fotos und Videos beliebig oft vervielfältigt und verbreitet werden und auf diese Weise einem potenziell unbegrenzten Publikum verfügbar gemacht werden können.

Hingegen werden Spott, Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen nur von etwa einem Viertel der Befragten als stark oder sehr stark belastend wahrgenommen. "Das könnte daran liegen, dass diese Form von Cyberbullying auch direkt an das Opfer gerichtet werden kann. In dem Fall werden relativ wenige Personen Zeuge", sagt Peter Sitzer. Zum anderen sei denkbar, dass solche Übergriffe von den Jugendlichen als alltäglich und normal im Umgang mit Altersgenossen verstanden werden.

An der Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) nahmen 1.881 in Deutschland lebende Schülerinnen und Schüler teil und äußerten sich zu ihren Erfahrungen mit Cyberbullying als Opfer, Täter und Zeugen.

Was ist Cyberbullying?

Der Begriff "Bully" lässt sich mit "Tyrann" und "Schulhofschläger" übersetzen. Cyberbullying nennt man Attacken durch eine oder mehrere Personen über das Internet oder per Handy – etwa wenn Facebook oder Instant Messenger benutzt werden, um jemanden zu verleumden, bloßzustellen oder seinen sozialen Beziehungen zu schaden. Dabei wird ein Schwächerer wiederholt und absichtlich angegriffen.

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